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Wächter des Zwielichts
  • Текст добавлен: 29 сентября 2016, 04:49

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Автор книги: Сергей Лукьяненко



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»Ihr könnt also dahin?«

»Wenn die Arbeit es erfordert«, bestätigte Edgar. »Zur Inquisition kommen nicht unbedingt die stärksten Anderen. Und wir müssen doch einem durchgedrehten Magier außerhalb jeder Kategorie etwas entgegenzusetzen haben, oder?«

»Wenn Geser oder Sebulon durchdrehen, werdet ihr ihnen nichts entgegenzusetzen haben«, bemerkte ich. »Es hat ja nicht mal bei der Hexe geklappt…«

Nach kurzem Nachdenken pflichtete Edgar mir bei, dass das Moskauer Büro der Inquisition wenig gegen Geser oder Sebulon ausrichten könne. Allerdings nur in dem Falle, wenn beide gleichzeitig den Großen Vertrag verletzten. Sonst… sonst dürfte Geser wohl mit Freuden dabei helfen, Sebulon zu neutralisieren, und umgekehrt. Auch darauf gründet sich die Inquisition. »Was passiert jetzt mit der Hexe?«, fragte ich.

»Wir werden sie suchen«, antwortete Edgar geschäftig. »Ich habe mich schon mit meinen Leuten in Verbindung gesetzt. Der Bezirk wird abgesperrt. Kann ich auch in Zukunft auf dich rechnen?«Ich überlegte.

»Nein, Edgar. Arina ist eine Dunkle. Irgendwas hat sie bestimmt gemacht… damals, vor rund siebzig Jahren. Aber wenn die Lichten sie benutzt haben…«

»Du hältst also an deiner Seite fest«, konstatierte Edgar angewidert. »Verstehst du das denn wirklich nicht, Anton? Es gibt weder Licht noch Dunkel in reiner Form. Die beiden Wachen sind doch letzten Endes wie die Demokraten und die Republikaner in den USA. Sie streiten sich, hetzen gegeneinander – und treffen sich abends zur Cocktailparty. »

»Noch ist nicht Abend.«

»Es ist immer Abend«, entgegnete Edgar finster. »Glaube mir, ich bin ein gesetzestreuer Dunkler gewesen. Bis man mich in die Enge getrieben hat… bis ich zur Inquisition gegangen bin. Und weißt du, was ich jetzt denke? »

»Sag's mir.«

»Die Kraft der Nacht und die Kraft des Tages – die kannst du beide gleichermaßen vergessen. Ich sehe zwischen Sebulon und Geser keinen Unterschied mehr. Dich mag ich… als Mensch.

Trätest du der Inquisition bei, würde ich gern mit dir zusammenarbeiten. »

»Wirbst du mich gerade an?«, amüsierte ich mich.

»Ja. Jeder Wächter hat das Recht, zur Inquisition zu kommen. Niemand hat das Recht, dich daran zu hindern. Man darf dir deine Entscheidung noch nicht einmal ausreden!«

»Vielen Dank, aber mir braucht auch niemand etwas auszureden. Ich habe nicht die Absicht, zur Inquisition überzuwechseln.«

Ächzend stand Edgar vom Boden auf. Er strich über seinen Anzug – auf dem freilich weder ein Stäubchen noch ein Fältchen zu sehen war. »Dein feiner Anzug ist verzaubert«, konstatierte ich.

»Ich verstehe ihn nur zu tragen. Und es ist gutes Tuch.«Edgar ging zum Bücherschrank, holte ein Buch heraus und blätterte darin. Dann ein zweites, ein drittes…»Was für eine Bibliothek!«, brachte er voller Neid hervor. »Hochspeziell, aber…»

»Ich habe gedacht, dass sie auch das Fuaran hat«, gab ich zu. Edgar lachte nur. »Was machen wir mit der Hütte?«, fragte ich.

»Siehst du, du denkst immer noch wie mein Partner!«, bemerkte Edgar prompt. »Ich wirke ein paar Schutz– und Wachzauber… Hm, was noch? In zwei, drei Stunden müssten die Experten hier sein. Die sollen dann alles gründlich untersuchen. Gehen wir? »

»Willst du denn nicht selbst alles inspizieren?«, fragte ich.

Edgar sah sich aufmerksam um und meinte dann, nein, das wolle er nicht. Denn in dem Häuschen könnten eine Unmenge böser Überraschungen warten, die die durchtriebene Hexe hinterlassen habe. Außerdem sei es gesundheitsgefährdend, in den Sachen einer Hexe außerhalb jeder Kategorie herumzuwühlen… sollten sich damit ruhig diejenigen beschäftigen, deren Pflicht das sei.

Ich wartete, bis Edgar um die Hütte ein paar Wachzauber gelegt hatte. Hilfe brauchte er dabei nicht. Danach machten wir uns auf zum Dorf.

Der Rückweg kam uns wesentlich länger vor. Als ob ein nicht zu fassender Zauber verschwunden sei, der uns geholfen hatte, zum Haus der Hexe zu gelangen. Dafür gab sich Edgar jetzt entschieden gesprächiger. Ob meine Unterstützung zu dieser Offenheit geführt hatte?

Er erzählte mir von seiner Ausbildung, davon, wie man ihm beigebracht hatte, nicht nur dunkle Kraft, sondern auch lichte zu nutzen. Berichtete von weiteren Auszubildenden bei der Inquisition, darunter waren zwei Lichte Zauberinnen aus der Ukraine, ein Werwolf aus Ungarn, ein holländischer Magier und viele weitere, höchst unterschiedliche Andere. Erklärte mir, die Gerüchte von den Sonderdepots der Inquisition, die angeblich von magischen Artefakten bersten würden, seien pure Übertreibung: Es gebe zwar viele Artefakte, die meisten hätten ihre magische Kraft jedoch längst eingebüßt und taugten nun nichts mehr. Schilderte gesellige Abende und Partys, die die Auszubildenden in ihrer Freizeit veranstalteten…

All das war sehr komisch, doch ich wusste genau, worauf Edgar zielte. Deshalb fing ich an, mich mit überzogener Begeisterung an die Jahre meiner Ausbildung zu erinnern, an diverse lustige Ereignisse in der Geschichte der Nachtwache, die historischen Erzählungen von Semjon…

Edgar seufzte und ging nicht weiter auf das Thema ein. Außerdem waren wir zum Dorf gelangt. Edgar blieb am Waldrand stehen. »Ich warte hier auf meine Leute«, sagte er. »Sie müssen gleich hier sein. Viteszlav hat sogar seine Abreise verschoben und versprochen herzukommen.«

Ich hatte nicht die Absicht, den Inquisitor in mein Haus einzuladen. Vor allem nicht in Gesellschaft eines Hohen Vampirs.

Deshalb nickte ich nur. »Was meinst du, wie geht es weiter?«, wollte ich aber noch wissen.

»Ich habe rechtzeitig Alarm gegeben, die Hexe wird die Gegend nicht verlassen«, erklärte Edgar sachlich. »Jetzt kommen die Experten von der Spurensicherung, wir werden alles überprüfen, wir werden Arina festnehmen. Sie verurteilen. Wenn du gebraucht wirst, wird man dich als Zeugen einbestellen.«

Ich teilte Edgars Optimismus nicht uneingeschränkt, nickte aber dennoch. Er wusste besser, was die Inquisition fertig brachte. »Und die Werwölfe?«

»Auf die hat die Nachwache das Vorrecht, oder?«, antwortete Edgar mit einer Gegenfrage. »Wenn wir auf sie stoßen, geben wir Bescheid, aber wir werden nicht extra im Wald Jagd auf sie machen. Woher willst du überhaupt wissen, ob sie noch hier sind? Vielleicht sind es die üblichen Städter, die ins Umland gefahren sind, um zu jagen. Du solltest die Augen besser aufhalten, Anton.«

»Irgendwie habe ich den Eindruck, dass sie noch hier sind«, murmelte ich. Das stimmte, obwohl ich nicht erklären konnte, woher ich diese Überzeugung nahm. Im Dorf war alles sauber… Und Werwölfe stromern selten länger als einen Tag in ihrem Wolfskörper herum.

»Überprüf die Nachbardörfer«, riet Edgar mir. »Zumindest das, in dem die Hexe ihre Einkäufe gemacht hat. Obwohl… das wird nichts bringen. Nach einer erfolglosen Jagd ziehen sie sofort den Schwanz ein und verstecken sich… Ich kenne ihre Natur.«

Ich nickte. Der Rat hatte, obwohl reichlich elementar, etwas für sich. Ich hätte gleich die Gegend abklappern sollen, statt hinter einer harmlosen Hexe herzujagen. Ein toller Detektiv – den das Fuaran interessierte… nicht die alltägliche, öde Arbeit. Verbrechensvorbeugung, wie es zu Sowjetzeiten so schön hieß.

»Viel Glück, Edgar«, sagte ich.

»Dir auch, Anton.«Nach kurzem Nachdenken fügte Edgar hinzu: »Ach, übrigens, die Situation ist ganz interessant, weil in den Fall mit der Hexe beide Wachen involviert sind. Du vertrittst sozusagen die Interessen der Nachtwache. Aber ich glaube, dass Sebulon auch jemanden schickt… solange die Lage noch nicht geklärt ist.«Ich seufzte. Mit jeder Stunde wurde das Ganze verzwickter.

»Ich kann mir schon vorstellen, wen er schickt«, erwiderte ich. »Sebulon genießt es, mir kleine gemeine Überraschungen zu bereiten.«

»Du solltest dich lieber darüber freuen, dass er sich keine großen gemeinen Überraschungen ausdenkt«, blaffte Edgar. »Die kleinen musst du halt ertragen. Niemand kann die Natur eines Menschen ändern, wenn dein Freund ein Dunkler ist, dann wird er auch als Dunkler sterben.«

»Kostja ist längst tot. Und er ist kein Mensch, sondern ein Vampir. Ein Anderer.«

»Was macht das für einen Unterschied aus?«, fragte Edgar finster. Er steckte die Hände in die Taschen seiner teuren Hosen, die er so vorzüglich zu tragen verstand, sackte leicht in sich zusammen und betrachtete die am Horizont untergehende rote Sonne. »Alles ist eins in dieser Welt, Wächter…«

Hm! Die Arbeit bei der Inquisition wirkt sich doch seltsam auf die Anderen aus! Lässt sie einen nihilistischen Blick aufs Leben werfen. Nimmt ihnen alle Ideale…

»Viel Glück«, wiederholte ich und machte mich daran, den Hügel hinabzusteigen. Während Edgar sich ohne Rücksicht auf seinen Anzug ins Gras legte und in den Himmel starrte.

Sechs

Auf halbem Weg zum Haus traf ich Xjuscha und Romka. Die beiden Kinder gingen zügig die staubige Straße entlang, hielten sich bei den Händen. Ich winkte ihnen zu.

»Ihre Nadjuschka ist mit ihrer Omi zum Fluss hinuntergegangen!«, rief Xjuscha mir sofort entgegen.

Ich musste grinsen. Alles in allem bekam Ljudmila Iwanowna nur selten ein»Oma«zu hören – doch wie jede Moskauer Frau um die fünfzig hasste sie diese Bezeichnung. »Schön, sollen sie ruhig noch spazieren gehen«, sagte ich.

»Haben Sie die Wölfe schon gefunden?«, rief Romka.

»Nein, deine Wölfe sind verschwunden«, erwiderte ich.

Oder hätte ich aus psychotherapeutischen Gründen sagen sollen, ich hätte die Wölfe gefangen und einem Zoo übergeben? Allerdings hatte ich nicht den Eindruck, dass der Junge nach seiner Begegnung mit den Tiermenschen irgendwie verängstigt war. Arina hatte wirklich gute Arbeit geleistet.

Auf dem Weg nach Hause begrüßte ich noch ein paar weitere Dorfbewohner. Swetlana hatte meine Hängematte okkupiert – mit einer Flasche Bier und dem Fuaran. Phantasie oder Wahrheit? in der Hand, dessen letzte Seite sie bereits erreicht hatte. »Interessant, oder?«, fragte ich.

»Hm«, nickte Swetlana. Das Bier trank sie ohne Umschweife direkt aus der Flasche. »Lustiger als Mumins wundersame Inselabenteuer von Tove Jansson. Mir ist jetzt klar, warum früher nicht alle Geschichten der Mumins gedruckt worden sind. Die letzten sind absolut nichts für Kinder. Tove Jansson muss in einem tiefen Loch gesteckt haben, als sie sie geschrieben hat.«

»Auch eine Schriftstellerin hat das Recht auf Niedergeschlagenheit«, erklärte ich.

»Wenn sie Kinderbücher schreibt, dann nicht«, widersprach Swetlana scharf. »Kinderbücher sollen gut sein. Sonst ist es wie bei einem Traktorfahrer, der das Feld schief pflügt und dann sagt: »Ich bin heute so traurig, da war es für mich verlockender, Kreise zu fahren.«Oder ein Arzt, der einem Patienten ein Abführmittel und Schlaftabletten verschreibt und erklärt: »Ich bin schlechter Stimmung und will mich auf diese Weise mal entspannen.«

Sie beugte sich zum Tisch vor und legte das vermeintliche Fuaran weg. »Du bist streng, Mutter.«Ich schüttelte den Kopf.

»Ich bin Mutter, deshalb bin ich streng«, erwiderte Swetlana. Dann lachte sie. »Ich mache nur Spaß. Die Bücher sind einfach wunderbar. Nur die letzten sind sehr traurig.«

»Nadjuschka ist mit deiner Mutter zum Fluss runtergegangen«, sagte ich. »Hast du sie getroffen?«

»Nein, Oxana hat es mir erzählt. »Ihre Nadja ist mit ihrer Omi spazieren gegangen«…«

Swetlana prustete los. Gleich darauf setzte sie jedoch wieder ein ernstes Gesicht auf. »Sag das ja nicht in Gegenwart meiner Mutter! Das verkraftet sie nicht. »

»Für wen hältst du mich? Für einen Kamikaze? »

»Erzähl mir lieber, was euer Ausflug gebracht hat.«

»Die Hexe ist uns entwischt«, berichtete ich. »Wir haben sie bis in die vierte Schicht des Zwielichts verfolgt, aber sie ist uns trotzdem entkommen…«

»Bis in die vierte?«Swetlanas Augen funkelten auf. »Schwindelst du auch nicht?«

Ich setzte mich neben sie. Die Hängematte schaukelte empört, die Bäume knarzten, hielten aber stand. Mit knappen Worten gab ich unsere Abenteuer wieder.

»Ich bin noch nie in der vierten Schicht gewesen…«, meinte Swetlana nachdenklich. »Wie es da wohl… Dort gibt es also wieder Farben? »

»Ich glaube, es gibt da sogar Gerüche.«

Abwesend nickte Swetlana. »Ja, solche Gerüchte kursieren… Interessant.«

Ein paar Sekunden schwieg ich. »Swetlana, du musst in die Wache zurückkehren«, sagte ich dann.

Entgegen ihrer Gewohnheit schwieg Swetlana. Was mich ermutigte fortzufahren. »Du darfst nicht nur mit halber Kraft leben. Früher oder später wirst du…«

»Lassen wir das, Anton. Ich möchte keine Große Zauberin werden.«Swetlana grinste. »Kleine Alltagsmagie, das ist alles, was ich brauche.«

Die Pforte ging, und Ljudmila Iwanowna kam zurück. Ich sah flüchtig zu ihr hinüber, wollte schon wieder woanders hinsehen – als sich mein Blick verständnislos an ihr festhakte.

Meine Schwiegermutter strahlte. Man hätte glauben können, sie habe gerade eine impertinente Verkäuferin erfolgreich zur Schnecke gemacht, auf der Straße hundert Rubel gefunden oder den Fernsehstar Jakubowitsch, ihren Liebling, mit Handschlag begrüßt.

Sie ging noch nicht mal wie sonst, sondern leichten Schrittes, mit geraden Schultern und hocherhobenem Kinn. Und mit einem absolut entrückten Lächeln auf den Lippen. »Wir sind geboren, damit das Märchen Wahrheit wird…«, sang sie leise vor sich hin.

Ich schüttelte den Kopf. Meine Schwiegermutter lächelte uns sanft an, winkte und ging weiter in Richtung Haus.

»Mama!«, rief Swetlana ihr hinterher und sprang auf. »Mama!«

Meine Schwiegermutter blieb stehen und sah Sweta an – wobei auf ihrem Gesicht immer noch Jenes entrückte Lächeln lag. »Ist mit dir alles in Ordnung, Mama?«, fragte Swetlana.

»Aber sicher«, erwiderte Ljudmila Iwanowna zärtlich.

»Mama, wo ist Nadjuschka?«, brachte Swetlana mit leicht erhobener Stimme hervor.

»Sie geht mit einer Freundin spazieren«, antwortete meine Schwiegermutter ungerührt. Ich erschauerte.

»Was sagst du da, Mama?«, schrie Swetlana. »Es ist schon Abend… die Kinder sind allein unterwegs… mit was für einer Freundin?«

»Mit einer Freundin von mir«, erklärte meine Schwiegermutter, nach wie vor lächelnd. »Mach dir keine Sorgen. Ich bin doch kein dummes Weibsbild, dass ich die Kleine allein lassen würde!«

»Mit was für einer Freundin von dir?«, fuhr Swetlana sie an. »Mama! Was ist mit dir? Wer ist bei Nadja?«

Langsam kroch das Lächeln vom Gesicht meiner Schwiegermutter, um einem verlegenen Ausdruck Platz zu machen.

»Mit jener… dieser…«Sie runzelte die Stirn. »Mit Arina. Meine Freundin… Arina… meine Freundin?«

Was genau Swetlana tat, konnte ich nicht erkennen, doch über meine Haut huschte ein Kälteschauder aus dem zerspaltenen Zwielicht. Swetlana hatte sich nur leicht zu ihrer Mutter vorgebeugt – die daraufhin mit offenem Mund erstarrte und in kleinen Schlucken nach Luft schnappte.

Die Gedanken von Menschen zu lesen ist recht schwierig, weitaus leichter ist es, sie zum Reden zu bringen. Doch von nahen Verwandten kann man Informationen auf die gleiche Weise bekommen, die wir unter uns anwenden, um Zeit zu sparen.

Im Grunde brauchte ich diese Informationen jedoch gar nicht.

Ich hatte auch so alles verstanden.

Und nicht Angst packte mich – sondern Leere. Als ob die ganze Welt um mich herum zu Eis erstarrt und stehen geblieben sei.

»Geh schlafen!«, rief Swetlana ihrer Mutter zu. Ljudmila Iwanowna drehte sich um und stakste zombiegleich aufs Haus zu.

Swetlana sah mich an. Ihr Gesicht war sehr ruhig – was mich selbst enorm hinderte, mich zu konzentrieren. Letzten Endes fühlt sich ein Mann einfach stärker, wenn seine Frau verängstigt wirkt.

»Sie ist auf die beiden zugekommen. Hat sie angepustet. Dann hat sie Nadenka bei der Hand genommen. Ist mit ihr in den Wald gegangen«, presste Swetlana heraus. »Und sie, diese ausgemachte Obernärrin… geht noch eine Stunde lang spazieren!«

In diesem Moment begriff ich, dass Swetlana kurz davor stand, hysterisch zu werden. Und konnte mich selbst konzentrieren.

»Was sollte sie gegen eine Hexe schon ausrichten?«Ich packte Swetlana bei den Schultern und schüttelte sie. »Deine Mutter ist nur ein Mensch!«

In Swetlanas Augen schimmerten Tränen, die jedoch gleich wieder verschwanden. Plötzlich stieß sie mich sanft weg. »Geh zur Seite, Anton, ich hake mich bei ihr an…«, sagte sie. »Und du kannst mir sowieso nicht helfen…«

Ich ließ mich auf keinen Streit ein. Nach Edgars und meinem Abenteuer war ich keine große Hilfe mehr. Auch über Kraft, die ich mit Swetlana hätte teilen können, verfügte ich kaum noch.

Ich lief ein paar Schritte weg, umfasste den Stamm des kümmerlichen Apfelbaums, der bald absterben würde. Dann schloss ich die Augen.

Die Welt um mich herum erbebte. Ich spürte, wie das Zwielicht sich bewegte.

Swetlana sammelte keine Kraft aus der Umgebung, wie ich es getan hätte. Ihr reichte die eigene, die sie so hartnäckig ignorierte, ungenutzt ließ – und von der sie dabei nur immer mehr anhäufte. Angeblich sollen weibliche Andere nach einer Geburt einen enormen Kraftzustrom verspüren, doch bei Swetlana hatte ich damals keine Veränderung gespürt. Alles war irgendwohin verschwunden, hatte sich verkrochen, angesammelt. Für einen schwarzen Tag – wie sich jetzt zeigte.

Die Welt verlor ihre Farbe. Ich begriff, dass ich ins Zwielicht gefallen war, in die erste Schicht. Die Magie drängte dermaßen auf alles ein, dass nichts, was nur ein wenig magisch war, sich in der menschlichen Realität halten konnte. Das Buch Fuaran, Phantasie oder Wirklichkeit? fiel durch den Holztisch und schlug hart auf dem Boden auf. In der Nachbarschaft, drei Häuser weiter, loderten auf dem Dach Klumpen blauen Mooses – diese im Zwielicht lebenden Parasiten unserer Emotionen – auf, die sofort verbrannten.

Ein weißes Leuchten hüllte Swetlana ein. Sie fuhr rasch mit den Händen auf und ab, als spinne sie unsichtbares Garn. Im nächsten Augenblick tauchte dieses»Garn«auf, dünne, spinnenwebartige Fäden lösten sich von ihren Fingern und flogen davon, getrieben von einem nicht vorhandenen Wind. Um Swetlana herum tobte ein Schneesturm. Der sich legte, sobald die funkelnden Fäden in alle Richtungen davongeweht waren. »Was tust da?«, schrie ich. »Sweta!«

Ich kannte den Zauber, den sie gerade eben gewirkt hatte. Selbst ich hätte das»Schneeige Spinnennetz«aufwerfen können, eventuell nicht so effektiv, nicht so schnell, aber trotzdem…

Swetlana antwortete nicht. Wie bei einem Gebet reckte sie die Arme zum Himmel. Dabei glauben wir weder an Götter noch an Gott. Wir sind unsere eigenen Götter und unsere eigenen Dämonen.

Von Swetlanas Hand riss sich eine regenbogenfarbige, über-ballgroße Kugel los, eine Seifenblase, die voller Grandezza am Himmel dahinsegelte. Die Blase vergrößerte sich und begann, sich langsam um die eigene Achse zu drehen. Ein dunkelroter Fleck auf der durchscheinenden regenbogenfarbigen Hülle gemahnte an den Planeten Jupiter. Als der rote Fleck mir bei einer Drehung gegenüberstand, nahm ich eine kalte sengende Berührung wahr, gleichsam als streife mich eisiger Wind.

Swetlana hatte das»Auge des Magiers«geschaffen. Abermals Magie ersten Grades. Und das sofort nach dem»Schneeigen Spinnennetz«!

Beim dritten Zauber, den sie so unfassbar schnell wirkte, dass ich vermutete, Swetlana habe ihn seit langer Zeit für ebensolche Fälle eingeübt, schickte sie eine Schar mattweißer, geisterhafter Vögel aus ihren Handflächen gen Himmel. Man hätte sie als Tauben bezeichnen können – wären die Schnäbel dieser Geistervögel nicht reichlich groß und spitz gewesen. Schnäbel von Raubvögeln. Diesen Zauber kannte ich nicht einmal.

Swetlana ließ die Arme sinken. Worauf sich das Zwielicht beruhigte. Zu uns zurückkroch, unsere Haut mit einer leichten beißenden Kälte berührte. Ich kehrte in die normale Welt zurück. Swetlana folgte mir.

Hier hatte sich nichts verändert. Selbst das zu Boden segelnde Buch, im Fallen aufgegangen, hatte sich noch nicht wieder geschlossen. Nur die Hunde winselten, kläfften, jaulten im ganzen Dorf.

»Sweta, was hast du gemacht?«, fragte ich, während ich auf sie zustürzte.

Sie drehte sich mir zu, mit verschleierten Augen. Ihre unsichtbaren magischen Abgesandten, die sich noch nicht in alle Winde zerstreut hatten, überbrachten gerade, Dutzende oder Hunderte Kilometer von uns entfernt, ihre Botschaften. Ich wusste, welche.

»Nichts…«, flüsterte Swetlana. »Überall Leere. Keine Nadjuschka… keine Hexe…«

In ihre Augen kehrte das Leben zurück. Was bedeutete: Das magische Spinnennetz löste sich auf, die weißen Vögel fielen zu Boden und schmolzen, am Himmel platzte die regenbogenfarbige Kugel.

»Überall Leere«, wiederholte Swetlana. »Anton… wir dürfen uns nicht verrückt machen.«

»Sie kann nicht weit sein«, erwiderte ich. »Und sie hat Nadja nichts Schlimmes getan, glaub mir!«

»Geiselnahme?«, fragte Swetlana. Auf ihrem Gesicht spiegelte sich Hoffnung wider.

»Die Inquisition hat das Gebiet abgesperrt. Und die hat ihre eigenen Methoden. Selbst Arina wird nicht unbemerkt an ihnen vorbeikommen. »

»Also…«, flüsterte Swetlana. »Gut.«

»Um zu fliehen, braucht sie Hilfe von außen«, meinte ich -sei es zu Swetas Beruhigung, sei es zu meiner eigenen. »Freiwillig wird die ihr niemand anbieten. Also hat sie sich auf Erpressung verlegt.«

»Können wir ihre Forderung erfüllen?«, packte Swetlana den Stier gleich bei den Hörnern. Ohne auch nur darauf einzugehen, ob wir sie erfüllen wollten… Was blieb uns denn übrig? Wir würden alles erfüllen – wenn wir es konnten. »Wir müssen die Forderungen abwarten.«

Swetlana nickte. »Gut… warten wir. Worauf genau? Auf einen Anruf?«

Im nächsten Moment riss sie eine Hand hoch und visierte das Schlafzimmerfenster an. Prompt kam, die Scheibe zerschlagend, aus dem Schlafzimmer der Kamm angeflogen, den Arina ihr geschenkt hatte. Swetlana nahm ihn in die Hand, so angewidert, als handle es sich um ein ekliges Insekt. Ein paar Sekunden lang sah sie den Kamm an, bis sie die Stirn runzelte und sich damit durchs Haar fuhr.

Ein leises, gutmütiges Lachen ließ sich vernehmen. Und irgendwo um Swetas Kopf herum erklang Arinas Stimme: »Guten Tag auch, meine Liebe. So lernen wir uns also kennen. Ein nützliches Geschenk, nicht wahr?«

»Merk dir eins, du alte Kröte…«, setzte Swetlana an, während sie den Kamm vor sich hielt.

»Ich weiß, ich weiß, meine Schwester. Alles weiß ich, nichts vergesse ich. Wenn Nadenka nur ein Haar gekrümmt wird, verfolgst du mich bis ans Ende der Welt, ziehst mich aus der fünften Schicht, reißt mir jede Ader einzeln aus, hackst mich in Stückchen und verfütterst mich an die Schweine. Alles weiß ich, was du sagen willst. Und ich bin überzeugt, dass du genau das machen würdest.«

Arinas Stimme klang ernst. Sie machte sich nicht über Swet-lana lustig, sondern erklärte uns völlig ernsthaft, wie wir ihrer Meinung nach mit ihr verfahren müssten. Swetlana schwieg, hielt den Kamm jedoch in der Hand gepackt. Erst als die Hexe verstummte, sagte sie etwas. »Gut. Dann lass uns keine Zeit vergeuden. Ich möchte mit Nadjuschka sprechen. «

»Nadenka, sag deiner Mama Hallo«, bat Arina. Wir vernahmen ein ungetrübt lustiges Stimmchen. »Hallo! «

»Geht es dir gut, Nadjuscha?«, fragte Swetlana besorgt.

»Hm…«, antwortete Nadja.

Dann mischte sich Arina wieder ein. »Zauberin, ich werde deiner Tochter kein Leid zufügen. Wenn du keine Dummheiten machst. Ich brauche eine Kleinigkeit von euch: Bringt mich durch die Sperren, und ihr bekommt eure Tochter zurück. »

»Arina«, sagte ich, während ich nach Swetlanas Hand griff,

»die Inquisition hat den Bezirk abgesperrt. Du weißt, was das heißt?«

»Sonst hätte ich nicht um Hilfe gebeten«, blaffte Arina trocken. »Lass dir was einfallen, Zauberkundiger! In jedem Zaun gibt es eine lockere Latte, in jedem Netz ein Loch. Bring mich hier raus, dann gebe ich dir deine Tochter zurück. »

»Und wenn ich das nicht kann?«

»Dann ist mir alles einerlei«, drohte Arina. »Dann werde ich versuchen, mit Gewalt durchzubrechen. Und euer Mädchen werde ich ohne Diskussion umbringen.«

»Wozu?«, fragte ich mit äußerster Ruhe. »Was würde dir das bringen?«

»Wie, was würde mir das bringen?«, wunderte sich Arina. »Wenn ich durchbreche, ist jedem sofort klar, dass mit mir nicht zu spaßen ist. Außerdem… weiß ich genau, wer sich freuen würde, wenn jemand die Drecksarbeit für ihn erledigt. Für den Tod eurer Tochter würde er mich gut bezahlen.«

»Wir werden alles versuchen«, versicherte Swetlana und drückte mir fest die Hand. »Hörst du, Hexe? Rühr das Kind nicht an, wir werden dich retten!«

»Abgemacht«, meinte Arina offenkundig erleichtert. »Denkt darüber nach, wie ihr mich durch die Sperren bringt. Ihr habt drei Stunden Zeit. Wenn dir früher etwas einfällt, Zaubermeisterin, dann nimm den Kamm und kämm dich.«

»Aber rühr Nadjuschka nicht an!«, schrie Swetlana mit bebender Stimme. Dann führte sie mit der linken Hand Passes aus.

Der Kamm überzog sich mit einer Eiskruste. Swetlana knallte ihn auf den Tisch. »Dieses blöde alte Ding…«, murmelte sie. »Anton?«

Eine Sekunde sahen wir einander an. Als würfen wir uns gegenseitig den Ball zu, um nicht selbst die Initiative zu ergreifen.

»Es ist sehr riskant, Sweta«, sagte ich schließlich. »In einem offenen Kampf zieht sie gegen uns den Kürzeren. Deshalb bringt sie sich in Gefahr, wenn sie Nadja zurückgibt.«

»Wir bringen sie durch die Sperre… finden einen Weg…«, flüsterte meine Frau. »Soll sie doch aus dem Sperrgebiet rauskommen und Nadenka irgendwo außerhalb zurücklassen. Ich finde sie sofort. Soll sie doch in irgendeine Stadt fahren und Nadja dort lassen! Ich bahne einen Weg… ich weiß, wie. Ich kann das! Und in einer Minute wäre ich dort!«

»Richtig«, nickte ich. »In einer Minute. Und dann? Die Hexe wäre noch nicht weit. Und sobald Nadja bei uns ist, würdest du Arina finden und sie dematerialisieren wollen.«

»Zerreißen, nicht dematerialisieren…«, meinte Swetlana nickend. »Genau das hätte diese Hexe verdient: Sie beansprucht unsere Hilfe, ermordet Nadja aber trotzdem. Was sollen wir bloß machen, Anton? Geser rufen? »

»Was, wenn sie das wittert?«, fragte ich zurück.

»Und ein Anruf?«, schlug Swetlana vor.

Ich überlegte. Nickte. Arina hatte sich zu lange aus dem Leben ausgeklinkt. Ob sie überhaupt wusste, dass wir uns mit Geser nicht nur auf magische Weise, sondern auch mit einem simplen Funktelefon in Verbindung setzen konnten?

Swetlana hatte ihr Handy im Haus gelassen. Sie beförderte es mit denselben beiläufigen Passes herbei wie den Kamm. Dann sah sie mich noch einmal an. Ich nickte.

Es war Zeit, um Hilfe zu bitten. Zeit, Hilfe zu fordern. Die gesamte Moskauer Nachtwache. Schließlich knüpfte Geser an Nadenka seine eigenen, uns nicht bekannten Hoffnungen…»Wartet!«, rief uns jemand von der Pforte her zu.

Wir drehten uns um, wobei wir – vermutlich überflüssiger Weise – die Hände abrupt hochrissen und Kampfstellung einnahmen. Die Welt war für uns nicht die normale Menschenwelt. Wir lebten jetzt in der Welt der Anderen, einer gefährlichen Welt, in der die Kraft der Zauber und das Reaktionsvermögen alles entscheiden.

Doch wir brauchten uns nicht in den Kampf zu stürzen.

An der Pforte stand ein junger Mann, hinter ihm drei Kinder, zwei Jungen und ein Mädchen. Sowohl der Mann wie auch die Kinder trugen eine grau-grüne paramilitärische Kluft, die an die Uniform einer zerschlagenen Armee erinnerte. Der Mann mochte fünfundzwanzig sein, die Kinder zehn. Ihr Vater konnte er nicht sein, ihr Bruder wohl auch nicht, dazu sahen die vier Gesichter zu unterschiedlich aus.

Nur eins verband sie: die dunkle Aura. Eine wilde, zottelige Aura, die in keiner Weise zu den freundlichen Gesichtern und den ordentlich geschnittenen Haaren passte. »Da hätten wir also auch unsere Werwölfe«, murmelte ich. Der Mann senkte kurz den Kopf und gab mir Recht. Was bin ich nur für ein Blödmann!

Ich suche einen Erwachsenen mit drei Kindern, denke aber nicht an das Pionierlager!

»Seid ihr gekommen, um euch zu stellen?«, fragte Swetlana kalt. »Dazu ist es zu spät!«

Wie schwach diese Anderen auch sein mochten, sie mussten den Kraftwirbel gespürt haben, der sich hier eben erhoben hatte. Und auch die von Swetlana ausgehende Kraft, die Tiermenschen, Vampiren und sonstigem magischen Kleinvieh keine Chance lässt. Mit einer einzigen Handbewegung könnte Swetlana die vier jetzt bis zum Hals in die Erde stampfen.

»Warten Sie!«, sagte der Mann rasch. »Hören Sie uns an! Ich heiße Igor. Ich bin… ich bin ein registrierter Dunkler sechsten Grades.«

»Stadt?«, fragte Swetlana knapp.

»Sergijew Possad. »

»Die Kinder?«, fuhr sie mit ihrem Verhör fort.

»Petja aus Swenigorod, Anton aus Moskau, Galja aus Kolomna…«

»Registriert?«, fragte Swetlana weiter. Ohne Zweifel wollte sie ein Nein hören – womit das Schicksal Igors besiegelt gewesen wäre.

Wortlos hoben die Jungen ihr Hemd hoch. Das Mädchen genierte sich ein wenig, öffnete dann aber doch den obersten Knopf. Alle hatten ihr Siegel.

»Das wird dir nicht viel nützen«, murmelte Swetlana. »Geht in den Schuppen und wartet dort auf die Einsatzgruppe. Du kannst dem Tribunal erklären, warum du deine Jungen Jagd auf Menschen machen lässt.«

Abermals schüttelte Igor den Kopf. Auf seinem Gesicht spiegelte sich unverfälschte Angst wider, und zwar – was erstaunlich war! – nicht um sich.

»Warten Sie! Ich bitte Sie! Das ist wichtig! Sie haben doch eine Tochter, oder? Eine Andere, eine Lichte von zwei oder drei Jahren?«

»Wir haben gesehen, wohin die Frau sie gebracht hat«, sagte mein kleiner Namensvetter leise.

Ich schob Swetlana zur Seite. Trat vor. »Was wollt ihr?«, fragte ich.

Wir wussten, was diese Tiermenschen wollten. Und die Werwölfe wussten, dass wir das wussten. Was am traurigsten war: Sie zweifelten nicht im Mindesten daran, dass wir uns auf den Handel einlassen würden. Doch es gibt immer Details, die besprochen werden müssen.

»Eine Anklage auf geringfügige Fahrlässigkeit«, brachte Igor schnell hervor. »Während eines Spaziergangs haben uns die Kinder zufällig entdeckt und sind erschrocken.«

»Du hast sie gejagt, du Tier!«, konnte Swetlana sich nicht verkneifen. »Du hast mit deinen Jungen Jagd auf Menschenkinder gemacht!«

»Nein!«Igor schüttelte den Kopf. »Die Kinder haben herumgetobt und wollten mit den kleinen Menschenkindern spielen. Als ich dazugekommen bin, habe ich sie weggezogen. Es ist meine Schuld, denn ich habe nicht richtig aufgepasst.«

Er hatte alles genau kalkuliert. Ich konnte die Augen nicht völlig vor dem verschließen, was geschehen war, selbst wenn ich das noch sehr wollte. Denn der Stein war bereits ins Rollen gebracht. Es blieb nur die Frage, wie man den Vorfall klassifizierte. Als Mordversuch – was mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit für Igor Dematerialisierung und für die Wolfsjungen strengste Kontrolle bedeutet hätte? Oder als Fahrlässigkeit im minder schweren Fall – was nur ein Protokoll, eine Strafe und eine»besondere Kontrolle«von Igors zukünftigem Verhalten nach sich ziehen würde?


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