412 000 произведений, 108 200 авторов.

Электронная библиотека книг » Сергей Лукьяненко » Wächter des Zwielichts » Текст книги (страница 9)
Wächter des Zwielichts
  • Текст добавлен: 29 сентября 2016, 04:49

Текст книги "Wächter des Zwielichts"


Автор книги: Сергей Лукьяненко



сообщить о нарушении

Текущая страница: 9 (всего у книги 27 страниц)

Epilog

Ich beschloss, den BMW erst nach dem Urlaub zurückzugeben. Schließlich…

Auf der neu angelegten Schnellstraße – früher gab es hier nur Schlaglöcher, verbunden durch einzelne Abschnitte einer Chaussee, jetzt handelte es sich um eine Chaussee, deren einzelne Abschnitte mitunter durch ein Schlagloch unterbrochen wurden – fuhr der Wagen ruhig mit 120 Stundenkilometern dahin. Nicht schlecht, ein Anderer zu sein.

Ich wusste, dass ich in keinen Stau geraten würde. Ich wusste, dass mir kein Kipplaster mit besoffenem Fahrer entgegenkommen würde. Wenn das Benzin ausging, konnte ich Wasser in den Tank füllen und es in Brennstoff verwandeln.

Wer würde seinem Kind nicht ein solches Schicksal wünschen? Hatte ich wirklich das Recht, Geser und Olga zu verurteilen?

Die Stereoanlage des Autos war neu und verfügte über ein MD-Laufwerk. Erst wollte ich die Kampfprothesen einlegen, dann merkte ich aber, dass mir der Sinn nach etwas Lyrischerem stand. Deshalb legte ich Belaja gwardija ein.

 
Ich weiß nicht, hast du eine Frau,
Und weiß nicht, wie's dir geht;
Ein Engel hat mit Fäden blau
Den Himmel zugenäht.
 
 
Vergessen der Verlust, ich geb
Dem Bösen seine Ruh,
Doch immer, wenn ich ausgeh, streb
Ich deiner Wärme zu.
 

Mein Handy klingelte. Sofort drosselte die kluge Anlage den Ton.

»Sweta?«, fragte ich.

»Ich konnte dich nicht erreichen, Anton.«

Swetlanas Stimme klang ruhig, also war alles in Ordnung.

Nur das zählte.

»Ich konnte dich auch nicht erreichen«, meinte ich.

»Das muss an atmosphärischen Fluktuationen liegen«, amüsierte sich Swetlana. »Was ist vor einer halben Stunde passiert? »

»Nichts Besonderes. Ich habe mit Geser gesprochen. »

»Ist alles in Ordnung? »

»Ja.«

»Ich hatte eine Vorahnung. Dass du dich an einer Grenze bewegst.«

Ich nickte und sah auf die Straße. Klug ist sie, meine Frau, Geser. Auf ihre Vorahnungen kann ich mich verlassen. »Ist jetzt alles in Ordnung?«, hakte ich nach. »Jetzt ja.«

»Sweta…«, fragte ich, während ich das Steuer nur mit einer Hand hielt. »Was würdest du tun, wenn du nicht sicher wärst, ob du dich richtig verhalten hast? Wenn dich die Frage quält, ob du Recht hast oder nicht?«

»Zu den Dunklen gehen«, antwortete Swetlana wie aus der Pistole geschossen. »Die quälen sich nie. »

»Ist das alles, was du mir dazu sagen kannst?«

»Ja, das ist die einzige Antwort, die ich dir geben kann. Das ist der einzige Unterschied zwischen den Lichten und den Dunklen. Man kann ihn Gewissen nennen, man kann ihn moralischen Instinkt nennen. Der Kern ist der gleiche.«

»Ich habe den Eindruck«, gestand ich bedrückt, »als gehe die Zeit der Ordnung zu Ende. Verstehst du, was ich meine? Als begänne… ich weiß nicht, was. Keine dunkle Zeit, keine lichte… und auch nicht die Stunde der Inquisitoren…«

»Das ist die Niemandszeit, Anton«, sagte Swetlana. »Das ist lediglich die Niemandszeit. Du hast Recht, das etwas auf uns zukommt. Dass auf der Welt etwas passiert. Aber noch nicht jetzt.«

»Sprich mit mir, Sweta«, bat ich. »Ich muss noch eine halbe Stunde fahren. Sprich diese halbe Stunde mit mir, ja?«

»Meine Handykarte ist fast alle«, erwiderte Swetlana mit zweifelnder Stimme.

»Ich ruf dich jetzt zurück«, schlug ich vor. »Noch bin ich im Dienst, mein Handy ist von der Firma. Soll doch Geser ruhig dafür zahlen.«

»Und dein Gewissen meldet sich da nicht?«, lachte Swetlana. »Heute ist es gut trainiert.«

»Gut, du brauchst aber trotzdem nicht zurückzurufen, ich verzaubere mein Handy«, meinte Swetlana. Im Spaß oder im Ernst. Nicht immer verstand ich, wann sie einen Scherz machte.

»Dann erzähl mal«, forderte ich sie auf. »Wie es sein wird, wenn ich komme. Was Nadjuschka sagt. Was du sagst. Was deine Mutter sagt. Was wir machen.«

»Alles wird sehr schön werden«, fing Swetlana an. »Ich werde mich freuen, und Nadja auch. Und meine Mutter wird sich freuen…«

Ich fuhr Auto, während ich unter Verletzung all der strengen Vorschriften der Verkehrspolizei das Handy mit einer Hand ans Ohr presste. Auf der Gegenfahrbahn sausten in einem fort Laster an mir vorbei.

Ich lauschte dem, was Swetlana mir erzählte. Aus den Lautsprechern erklang immer noch die leise Frauenstimme:

 
Kommst du zurück, wird alles anders sein,
Wir müssten uns erkennen.
Kommst du zurück, kannst du mich nicht mehr Frau,
Nicht einmal Freundin nennen.
Kommst du zurück zu mir,
Die dich so sehr geliebt vor allen,
Kommst du zurück, du siehst:
Die Würfel sind schon längst gefallen.
 

Zweite Geschichte
Niemandsraum

Prolog

Schon immer machten im Umland von Moskau entweder arme oder reiche Menschen Urlaub. Dagegen bevorzugt die Mittelklasse türkische Hotels, bei denen »alles inklusive ist, Getränke frei Hahn«, entscheidet sich für die Siesta im brütend heißen Spanien oder für den sauberen Strand Kroatiens. In Mittelrussland verbringt die Mittelklasse ihren Urlaub jedoch nicht gern. Übrigens ist die Mittelklasse in Russland nicht zahlreich.

Ein Biologielehrer gehört, selbst wenn er an einem renommierten Moskauer Gymnasium unterrichtet, nicht dazu. Wenn der Lehrer dann noch eine Lehrerin ist, deren Schweinehund von Mann sie vor drei Jahren wegen einer andern hat sitzen lassen und die um ihre Pflicht als Mutter, die beiden Kinder zu erziehen, nicht herumkommt, dann kann sie von türkischen Hotels nur träumen.

Glücklicherweise hatten die Kinder das schreckliche Alter der Pubertät noch nicht erreicht und freuten sich aufrichtig, zu der alten Datscha zu fahren, begnügten sich mit dem kleinen Fluss und dem direkt hinterm Dorf beginnenden Wald.

Bedauerlicherweise legte die ältere Tochter jedoch zu viel Gewicht auf ihren Status als Ältere. Freilich, mit zehn Jahren kann man schon recht gut auf den fünfjährigen Bruder aufpassen, wenn er in dem Flüsschen herumplanscht, sollte aber immer noch nicht – womöglich im Vertrauen auf die aus dem Schulbuch Unsere Heimat erworbenen Kenntnisse – zu tief in den Wald hineingehen.

Bislang war der zehnjährigen Xjuscha freilich nicht einmal bewusst, dass sie beide sich im Wald verlaufen hatten. Fest hielt sie ihren Bruder bei der Hand und ging einen kaum zu erahnenden Pfad entlang. »Und dann haben sie wieder Kiefernpflöcke in ihn hineingehauen!«, erzählte sie. »Einen Pflock in die Stirn, einen in den Bauch! Er ist aus dem Grab auferstanden und hat gesagt: »Trotzdem werdet ihr mich nicht umbringen! Ich bin schon lange tot! Und ich heiße…«Ihr Bruder wimmerte leise.

»Schon gut, keine Angst, das war doch nur ein Spaß«, sagte Xjuscha ernst. »Er ist umgefallen und war tot. Man hat ihn begraben und ein Fest gefeiert.«

»Sch-sch-schrecklich«, gab Romka zu. Er stotterte nicht vor Angst, er stotterte immer. »So was er-erzählst du mir nie wie-wieder, ja?«

»Versprochen«, erwiderte Xjuscha und sah sich um. Hinter ihnen ließ sich der Pfad noch erkennen, vor ihnen verlor er sich indes unter abgefallenen Tannennadeln und verfaulten Blättern. Unmerklich war der Wald schummrig und dunkel geworden. Er glich hier nicht mehr dem hinterm Dorf, wo ihre Mutter eine Datscha gemietet hatte, ein altes, aufgegebenes Haus. Sie mussten umkehren, bevor es zu spät war. Als ältere und besorgte Schwester wusste Xjuscha das. »Gehen wir nach Hause, sonst schimpft Mama noch mit uns.«

»Da ist ein Hund«, sagte ihr Bruder plötzlich. »Guck mal, da ist ein Hund!« Xjuscha drehte sich um.

Hinter ihr stand tatsächlich ein Hund. Ein großer grauer Hund mit Fangzähnen. Der sie ansah und das Maul aufriss, als lächle er.

»So einen Hund möchte ich haben«, sagte Romka ohne zu stocken und sah seine Schwester voller Stolz an.

Xjuscha, ein Stadtkind, hatte Wölfe bisher nur auf Bildern gesehen. Und im Zoo, wo es allerdings nur irgendwelche seltenen Sumatrawölfe gab… Jetzt bekam sie es mit der Angst zu tun.

»Gehen wir, komm«, hauchte sie ganz leise und packte Romka fester bei der Hand. »Das ist ein fremder Hund, mit dem dürfen wir nicht spielen.«

Vermutlich erschreckte irgendetwas in ihrer Stimme Romka. Und zwar so, dass er nicht zu heulen anfing, sondern die Schwester von sich aus an der Hand fasste und ihr gehorsam folgte.

Der graue Hund blieb ein Weilchen stehen und lief den Kindern dann langsam hinterher.

»Er ff-folgt uns«, sagte Romka, als er sich einmal umdrehte. »Xjucha, ist da-das ein Wolf?«

»Das ist ein Hund«, erwiderte Xjuscha. »Du darfst nicht wegrennen, hörst du? Wölfe beißen diejenigen, die wegrennen!«

Der Hund stieß einen hüstelnden Laut aus, fast eine Art Lachen.

»Lauf!«, schrie Xjuscha. Und sie rannten los, quer durch den ganzen Wald, durch das dichte pikende Gebüsch, vorbei an einem fürchterlich hohen Ameisenhaufen, der groß wie ein erwachsener Mann war, entlang an einer Reihe moosbewachsener Baumstümpfe; irgendjemand musste hier ein Dutzend Bäume gefällt und abtransportiert haben.

Bald verschwand der Hund, bald tauchte er wieder auf. Hinter ihnen, rechts, links. Von Zeit zu Zeit hüstelnd. Oder lachend. »Er lacht über uns!«, schrie Romka unter Tränen.

Der Hund war jetzt irgendwohin verschwunden. Xjuscha blieb an einer mächtigen Eiche stehen und drückte Romka an sich. Normalerweise sträubte sich ihr kleiner Bruder seit einiger Zeit gegen solche Zärtlichkeiten, doch diesmal leistete er keinen Widerstand, presste sich mit dem Rücken gegen seine Schwester und bedeckte die Augen verängstigt mit den Händen. »Ich ha-habe kei-keine Angst«, beteuerte er immer und immer wieder mit kaum hörbarer Stimme. »Hier ist niemand.«

»Nein, hier ist niemand«, versicherte Xjuscha. »Nun heul doch nicht! Der Wol… Hund passt auf seine Jungen auf. Deshalb hat er uns weggejagt. Hast du das verstanden? Wir gehen jetzt nach Hause.«

»Ja«, stimmte Romka erleichtert zu und nahm die Hände vom Gesicht. »Oj, da sind die Jungen!«

Die Angst verschwand, sobald er die aus dem Gebüsch heraustretenden Jungen sah. Drei kleine graue Tiere mit hoher Stirn und dummen Augen. »Die Ju-Jungen…«, rief Romka begeistert.

Xjuscha wollte panisch zur Seite springen. Die Eiche, gegen die sie sich pressten, ließ sie jedoch nicht los – das Baumwollkleidchen klebte fest am Harz. Xjuscha zerrte heftiger, der Stoff knisterte, löste sich.

Dann sah sie den Wolf. Er stand hinter ihr und lächelte. »Wir müssen auf den Baum raufklettern…«, flüsterte Xjuscha. Der Wolf lachte auf.

»Ob er nur will, dass wir mit seinen Jungen spielen?«, fragte Romka hoffnungsvoll.

Der Wolf schüttelte den grauen, dunkel gefleckten Kopf. Antwortete gleichsam: nein, nein. Ich möchte, dass meine Jungen mit euch spielen.

Dann schrie Xjuscha, so laut und durchdringend, dass selbst der Wolf einen Schritt zurücktrat und die Schnauze verzog. »Hau ab! Hau ab!«, brüllte Xjuscha und vergaß, dass sie ja bereits ein großes und ein tapferes Mädchen war.

»Schreit doch nicht so«, erklang es da in ihrem Rücken. »Ihr weckt ja den ganzen Wald auf…«

Mit aufkeimender Hoffnung drehten sich die Kinder um. Neben den Wolfsjungen stand eine erwachsene Frau, eine schöne, schwarzhaarige Frau, barfuß und in einem langen Leinengewand. Der Wolf knurrte drohend.

»Ganz brav«, sagte die Frau. Sie beugte sich vor und packte eines der Jungen beim Fell, das so reglos in ihren Armen hing, als schlafe es. Die andern waren ebenfalls an ihrem Platz erstarrt. »Wen haben wir denn hier?«

Der Wolf achtete nun nicht mehr auf die Kinder, sondern steuerte finster auf die Frau zu. Die stimmte einen Singsang an:

 
Wolfsdickicht, Dunkel, Grauen
Niemals werd ich euch vertrauen.
 

Der Wolf blieb stehen. Den Blick auf ihn gerichtet, beendete die Frau ihr Lied:

 
Seh die Wahrheit, seh die Lüge,
Erkenn in dir – wessen Züge?
 

Der Wolf fletschte die Zähne.

»Aj, aj, aj…«, sagte die Frau. »Und was sollen wir jetzt mit dir machen?«

»Geh… weg…«, bellte der Wolf. »Geh… weg… He-xe…«

Die Frau warf das Wolfsjunge ins weiche Moos. Gleichsam als falle die Erstarrung nun von den Jungen ab, rannten sie panisch zu dem Wolf hin, krochen unter seinen Bauch.

 
Drei Kräuter und Birkenrinde,
Dazu Wolfsbeeren, nicht gelinde,
Ein paar Tropfen Blut, ein paar Tränen
Und Ziegenfell, der Haare Strähnen…
Gerührt, geknetet, einerlei -
Mein Sud steht mir noch später frei.
 

Der Wolf wich zurück, seine Jungen taten es ihm nach. Feierlich fuhr die Frau fort:

 
Für dich da heißt's jedoch,
Dass jeder Zauber sich aus dir verkroch!
 

Wie vier graue Blitze – ein großer und drei kleine – schossen die Tiere von der Lichtung fort ins Gebüsch. Durch die Luft wirbelten Büschel grauen Fells. Es roch so stark nach Hund, als sei hier nach einem Regenguss ein ganzes Rudel vorbeigekommen. »Si-sind Sie eine He-hexe, Tante?«, fragte Romka ganz leise.

Die Frau lachte. Sie trat an ihn heran und nahm seine Hand. »Gehen wir.«

Die Hütte stand durchaus nicht auf Hühnerbeinen, was Romka sehr enttäuschte. Ein ganz normales Holzhäuschen mit kleinen Fenstern und einem winzigen Flur.

»Wo ist Ihr Da-dampfbad?«, fragte Romka, während er den Kopf in alle Richtungen drehte.

»Wozu brauchst du ein Dampfbad?«, lachte die Frau. »Möchtest du dich waschen?«

»Sie mü-müssen erst das Da-dampfbad anheizen, dann uns füt-füttern, und erst danach können Sie uns aufessen«, erklärte der Junge völlig ernst.

Xjuscha packte ihn bei der Hand. Doch die Frau war nicht gekränkt. »Verwechselst du mich mit der Hexe Baba-Jaga?«, fragte sie lachend. »Aber vielleicht erlässt du es mir, das Dampfbad anzuheizen? Ich habe sowieso keins. Und essen werde ich euch auch nicht. »

»G-gut«, freute sich Romka.

Auch im Haus erinnerte nichts an das Zuhause der von sich selbst so eingenommenen Baba-Jaga. An der weißen Wand tickte eine Uhr, an der Decke hing eine prachtvolle Lampe mit Samttroddeln, auf einem wackeligen Regal stand ein Fernseher der Marke Philips. Es gab einen russischen Ofen, der jedoch derart mit allerlei Krimskrams zugestopft war, dass kein Zweifel aufkommen konnte: Hier wurden schon seit langer Zeit keine tapferen Recken und kleinen Kinder mehr gebacken. Das Einzige, was solide und geheimnisvoll aussah, war der große Bücherschrank mit den alten Bänden. Xjuscha ging zum Schrank und betrachtete die Rücken. Ihre Mutter sagte stets, ein intelligenter Mensch müsse sich in einer fremden Wohnung zunächst die Bücher des Gastgebers und erst danach den Rest ansehen.

Die Bücher waren abgenutzt, die Titel kaum zu lesen. Und das, was Xjuscha lesen konnte, war zwar auf Russisch geschrieben, aber trotzdem völlig unverständlich. Ihre Mutter hatte ebenfalls solche Bücher: Helminthologie, Ethnogenese… Xju-scha seufzte und ging vom Schrank weg.

Romka hatte sich bereits an den Tisch gesetzt, die Hexe goss ihm gerade mit Wasser aus einem weißen Elektrokessel Tee auf.

»Möchtest du einen Tee?«, fragte sie freundlich. »Der ist lecker, ich mache ihn aus Waldkräutern…«

»Le-lecker«, bestätigte Romka, obwohl ihm eher daran gelegen war, einen Kringel in Honig zu stippen, als Tee zu trinken. »Ss-setz dich, Xjucha.«Xjuscha setzte sich, ließ sich höflich eine Tasse geben.

Der Tee schmeckte in der Tat gut. Die Hexe trank ebenfalls davon. Lächelnd betrachtete sie die Kinder.

»Und wir verwandeln uns auch nicht in Ziegen, wenn wir den Tee trinken?«, fragte Romka plötzlich. »Warum solltet ihr das?«, wunderte sich die Hexe.

»Weil Sie uns verzaubern«, erklärte Romka. »Weil Sie uns in Ziegen verwandeln und dann aufessen.«

Allem Anschein nach brachte er der geheimnisvollen Retterin kein uneingeschränktes Vertrauen entgegen.

»Und warum sollte ich euch erst in stinkende Ziegen verwandeln, bevor ich euch esse?«, empörte sich die Hexe. »Wenn ich euch essen wollte, dann würde ich euch auch ohne jede Verwandlung essen. Du solltest dir weniger von Rou ansehen, mein Junge!«

Romka blähte die Wangen und trat Xjuscha mit dem Fuß. »Wer ist Rou?«, flüsterte er.

Xjuscha wusste es nicht. »Trink deinen Tee und halt den Mund!«, zischte sie. »Das ist irgendein Zauberer…«

Sie verwandelten sich nicht in Ziegen, der Tee schmeckte gut, der Honig und die Kringel noch besser. Die Zauberin befragte Xjuscha nach ihren Leistungen in der Schule. Sie pflichtete ihr bei, dass die vierte Klasse einfach grauenvoll war, mit der dritten überhaupt nicht zu vergleichen. Sie schimpfte Romka aus, weil er seinen Tee schlürfte. Und sie wollte von Xjuscha wissen, seit wann Romka schon stotterte. Dann erzählte sie, dass sie keine Zauberin sei. Sie sei Botanikerin und sammle im Wald allerlei seltene Kräuter. Und natürlich wisse sie, welche Kräuter Wölfe wie das Feuer fürchteten.

»Und warum hat der Wolf gesprochen?«, fragte der misstrauische Romka.

»Er hat doch nicht gesprochen«, widersprach die Zauberin oder Botanikerin aufs heftigste. »Er hat gebellt, und euch ist es nur so vorgekommen, als habe er etwas gesagt. Meint ihr nicht auch?«

Xjuscha überlegte kurz und kam dann zu dem Schluss, es müsse in der Tat so gewesen sein.

»Ich bringe euch bis zum Waldrand«, erklärte die Frau. »Von dort aus könnt ihr das Dorf schon sehen. Kommt nicht mehr in den Wald, sonst fressen euch die Wölfe doch noch auf!«

Romka dachte nach und schlug der Frau vor, ihr bei der Kräutersuche zu helfen. Damit die Wölfe sie dabei nicht anrührten, müsste die Frau ihm ein spezielles Kraut gegen Wölfe geben. Und vorsichtshalber auch noch gegen Bären. Und vielleicht auch noch gegen Löwen, denn der Wald hier sei ganz genauso wie der in Afrika.

»Du bekommst keine Kräuter!«, widersprach die Frau streng. »Das sind seltene Kräuter, die ins Rote Buch eingetragen sind. Die darf man nicht einfach ausreißen.«

»Ich weiß, was das Rote Buch ist«, freute sich Romka. »Sagen Sie doch bitte…«

Die Frau sah auf die Uhr und schüttelte den Kopf. Unverzüglich meinte die gut erzogene Xjuscha, es sei jetzt wohl Zeit für sie zu gehen.

Für den Rückweg bekamen die Kinder eine Honigwabe. Die Frau brachte sie bis zum Waldrand, den sie so schnell erreichten, als renne der Pfad ihnen in unter den Füßen davon.

»Setzt keinen Fuß mehr in den Wald!«, schärfte die Frau ihnen noch einmal ein. »Wenn ich nicht in der Nähe bin, frisst euch der Wolf.«

Als sie den Hügel zum Dorf hinunterkletterten, blickten die Kinder mehrmals zurück.

Am Anfang stand die Frau noch da und schaute ihnen hinterher. Dann war sie verschwunden. »Es ist doch eine Hexe, oder, Xjucha?«, wollte Romka wissen.

»Sie ist Botanikerin!«, verteidigte Xjuscha die Frau. Und dann fiel ihr etwas auf. »Du stotterst nicht mehr!«

»Do-do-doch!«, alberte Romka. »Ich konnte auch früher schon ohne zu stottern sprechen, das habe ich nur zum Spaß gemacht!«

Eins

Wer hat eigentlich behauptet, frisch gemolkene Milch sei lecker?

Das geht anscheinend schon in der ersten Klasse los. Mit der Ersten Fibel, in der die ach so leckere frische Milch gepriesen wird. Und die naiven Stadtkinder glauben das dann.

Tatsächlich schmeckt frisch gemolkene Milch höchst eigenwillig. Ja, nach einem Tag im Keller, kalt geworden, da sieht die Sache schon anders aus. Dann können sie sogar die Geschlagenen trinken, die an einem Mangel an Verdauungsenzymen leiden. Von denen es im Übrigen gar nicht so wenige gibt. Nach Dafürhalten von Mütterchen Natur bräuchten erwachsene Menschen nämlich keine Milch zu trinken, sondern nur Kinder… Doch die Menschen hören selten auf die Meinung der Natur. Noch seltener tun es die Anderen.

Ich langte nach dem Krug und goss mir ein weiteres Glas ein. Kalte Milch, mit Schaum… Warum der Schaum durch das Erhitzen wohl so eklig wird, während er bei frischer Milch am besten schmeckt? Ich nahm einen großen Schluck. Genug, für Swetka und Nadjuschka musste auch noch was übrig bleiben. Im ganzen Dorf – keinem kleinen Dorf, sondern einem mit fünfzig Häusern! – gab es nur eine Kuh! Aber immerhin gab es eine… Und ich hatte den starken Verdacht, dass die alleinstehende Kuh ihren reichen Ertrag Swetlana zu verdanken hatte. Tante Sascha, eine vierzig Jahre alte Bäuerin, Besitzerin der Kuh Raika, des Ebers Borka, des Ziegenbocks Mischka und einer kleinen namenlosen Vogelschar, bildete sich grundlos etwas darauf ein. Swetlana wollte einfach, dass unsere Tochter richtige Milch trank. Deshalb blieb die Kuh von allen Krankheiten verschont. Tante Sascha hätte sie mit Sägespänen füttern können – Raika wäre nichts passiert!

Nein, richtige Milch, das ist schon was Feines. Selbst wenn die Reklamehelden mit Tetrapacks ins Dorf fahren und mit strahlendem Funkeln in den Augen immer wieder»echte Milch!«sagen. Das müssen sie. Dafür bekommen sie ihr Geld. Und auch die Bauern, die schon seit langem und unwiderruflich vergessen haben, wie man Vieh hält, haben es jetzt leichter. Sie können auf Demokraten und Städter schimpfen, brauchen aber keine Kühe zu weiden.

Nachdem ich das leere Glas abgestellt hatte, machte ich es mir in der zwischen Bäumen gespannten Hängematte bequem. Wie ein echter Bourgeois – zumindest aus Sicht der Dorfbewohner. Fährt hier in einem Luxusschlitten vor, schleppt seiner Frau Lebensmittel aus der Stadt an, lümmelt sich den lieben langen Tag mit einem Buch in der Hängematte… Während hier alle durch die Bank den ganzen Tag durch die Gegend stromern, auf der Suche nach einem Schlückchen, mit dem sie ihren Kater bekämpfen können…

»Guten Tag, Anton Sergejewitsch«, begrüßte mich – als habe er meine Gedanken gelesen – der Dorftrinker Kolja über den Zaun hinweg. Wie konnte er sich bloß meinen Namen merken? »Hatten Sie eine gute Fahrt?«

»Hallo, Kolja«, begrüßte ich ihn ganz wie ein Lebemann, indem ich nicht mal den Versuch unternahm, die Hängematte zu verlassen. Er würde das ohnehin nicht zu schätzen wissen. Denn deshalb war er nicht gekommen. »Danke, ich kann nicht klagen.«

»Sie brauchen wohl keine Hilfe, im Haushalt oder…«, fragte Kolja zaghaft. »Ich komme hier vorbei, denke, frag ich doch mal…«

Ich schloss die Augen. Zwischen meinen Lidern leuchtete blutrot die gerade im Zenit stehende Sonne hindurch.

Nichts konnte ich machen. Nicht das geringste bisschen. Eine Intervention sechsten oder siebten Grades hätte gereicht, um dem armen Kolja seinen Hang zum Alkohol auszutreiben, seine Zirrhose zu heilen und in ihm den Wunsch zu wecken, einer Arbeit nachzugehen, auf Wodka zu verzichten und seine Frau nie wieder zu vermöbeln.

Ich könnte sogar, entgegen dem Großen Vertrag, klammheimlich diese Intervention vornehmen. Eine leichte Bewegung mit der Hand…

Und weiter? Im Dorf gab es keine Arbeit. Auch in der Stadt brauchte niemand den ehemaligen Mechaniker Kolja. Und Geld, um»etwas Eigenes«aufzuziehen, hatte Kolja nicht. Noch nicht mal ein Ferkel konnte er sich kaufen.

Er würde weiter seinem Selbstgebrannten nachjagen, sich mit Gelegenheitsarbeiten über Wasser halten und seinen Ärger an seiner ebenso versoffenen Frau auslassen, die die Nase von allem gestrichen voll hatte. Man muss nicht den einzelnen Menschen kurieren, sondern die ganze Welt.

Oder wenigstens ein Sechstel der Welt. Mit dem stolzen Namen Rus.

»Anton Sergejewitsch, ich habe einfach keine Kraft mehr…«, beteuerte Kolja nachdrücklich.

Wer brauchte einen ehemaligen Alkoholiker in einem sterbenden Dorf, in dem der Kolchos abgewickelt worden war und dem einzigen Landwirt drei Mal der Hof abgefackelt wurde, bevor er die Anspielung endlich verstand?

»Kolja«, sagte ich. »Was hast du bei der Armee gemacht? Warst du Panzerfahrer?«

Gibt es bei uns eigentlich Söldner? Sollen die doch in den Kaukasus ziehen, statt ein Jahr lang gepanschtem Wodka hinter-herzurennen…

»Ich habe nicht gedient«, antwortete Kolja kleinlaut. »Sie haben mich nicht genommen. Damals hat man dringend Mechaniker gebraucht, deshalb wurde ich immer wieder zurückgestellt, dann war ich zu alt… Anton Sergejewitsch, wenn Sie mal jemanden die Fresse polieren müssen – da bin ich wirklich gut! Ganz bestimmt! Ich mach Hackfleisch aus dem!«

»Kolja«, bat ich. »Kannst du dir nicht mal den Motor in meinem Auto angucken? Irgendwas hat da gestern geklackert…»

»Klar!«Kolja wurde munter. »Ich…«

»Nimm den Schlüssel.«Ich warf ihm den Bund zu. »Nachher kriegst du eine Flasche von mir.«

Auf Koljas Gesicht breitete sich ein strahlendes Lächeln aus. »Soll ich das Auto auch noch für Sie waschen? Das ist doch ein teurer Wagen… und bei unsern Straßen…«

»Vielen Dank«, erwiderte ich. »Da wäre ich dir wirklich sehr dankbar.«

»Aber Wodka will ich nicht«, meinte Kolja plötzlich, und ich zuckte sogar vor Überraschung zusammen. Was bedeutete das? Stand die Welt Kopf? »Der schmeckt nach nichts… Aber ein Fläschchen Selbstgebrannter…«

»Abgemacht«, stimmte ich zu. Der glückliche Kolja machte die Pforte auf und ging auf den Schuppen zu, in dem ich gestern das Auto abgestellt hatte.

Aus dem Haus kam Swetlana – die ich nicht sah, sondern spürte. Also musste Nadjuschka sich beruhigt haben und in den süßen Nachmittagsschlaf gefallen sein… Sweta kam auf mich zu, blieb hinter mir stehen, zögerte kurz und legte mir dann ihre kühle Hand auf die Stirn. »Geht es dir nicht gut?«, fragte sie.

»Hm«, brummte ich. »Ich kann hier nichts machen, Swetka. Nichts. Wie hältst du das aus?«

»Ich bin schon als kleines Mädchen in dieses Dorf gekommen«, antwortete Swetlana. »Ich erinnere mich noch an Onkel Kolja, wie er kein Trinker war. Jung und lustig. Er hat mich Krümel auf dem Traktor mitgenommen. War nüchtern. Und hat Lieder gesungen. Kannst du dir das vorstellen? »

»War es früher besser?«, fragte ich.

»Die Leute haben weniger getrunken«, meinte Swetlana bloß. »Warum remoralisierst du ihn nicht, Anton? Ich habe doch gespürt, dass du das vorhattest, denn durch das Zwielicht ist ein Zittern gegangen. Hier gibt es keine Wächter… außer dir.«

»Willst du das Pferd von hinten aufzäumen?«, erwiderte ich grob. »Entschuldige… aber ich müsste doch wohl nicht mit Onkel Kolja anfangen.«

»Stimmt«, pflichtete Swetlana mir bei. »Aber eine Einmischung in das Tun der Regierungsbehörden ist durch den Vertrag verboten. Dem Menschen, was des Menschen ist, den Anderen das Andere…«

Ich schwieg. Ja, es war verboten. Weil es die einfachste und sicherste Möglichkeit bot, die Menschenmasse zum Guten oder zum Bösen zu bekehren. Was eine Zerstörung des Gleichgewichts bedeutet hätte. Es hat in der Geschichte Könige und Präsidenten gegeben, die zu den Anderen zählten. Und auch das hat nur mit Kriegen geendet…

»Du gehst hier ein, Anton«, meinte Swetlana, während sie mir über die Haare strich. »Lass uns nach Moskau zurückfahren.«

»Aber Nadjuschka hat ihren Spaß«, widersprach ich. »Und du wolltest doch auch noch eine Woche länger bleiben, oder?«

»Aber du quälst dich… Vielleicht willst du allein fahren? In der Stadt würdest du keine Trübsal blasen.«

»Ich könnte fast glauben, du willst mich loswerden«, brummte ich. »Weil du hier einen Liebhaber hast.«

»Kannst du mir auch nur einen Kandidaten nennen?«, schnaubte Swetlana.

»Nein«, bekannte ich nach kurzem Nachdenken. »Aber vielleicht hat jemand, der hier eine Datscha gemietet hat…«

»Hier herrscht die reinste Weiberwirtschaft«, fiel Swetlana mir ins Wort. »Entweder sind sie alleinstehend, oder die Männer sind den ganzen Tag auf Arbeit, während die Frauen mit den Kindern hier die Landluft genießen… Übrigens, Anton, hier ist etwas Komisches passiert…«

»Was denn?«, fragte ich neugierig. Wenn Swetlana schon von»etwas Komischem«sprach…

»Gestern hat mich doch Anna Viktorowna besucht, nicht wahr?«

»Die Paukerin?«, sagte ich schmunzelnd. Anna Viktorowna war eine so typische Lehrerin, dass sie direkt aus dem Kinderprogramm im Fernsehen entsprungen zu sein schien. »Ich dachte, sie habe deine Mutter besucht.«

»Meine Mutter und mich. Sie hat zwei Kinder, Romka, ihren kleinen fünfjährigen Sohn, und Xjuscha, die schon zehn ist. »

»Sehr löblich«, pries ich Anna Viktorowna.

»Veräppeln kann ich mich selbst. Vor zwei Tagen haben sich ihre Kinder im Wald verlaufen.«

Mit einem Schlag war die Müdigkeit von mir gewichen, ich setzte mich in der Hängematte auf und hielt mich mit der Hand am Baum fest. Sah Swetlana an. »Warum hast du das nicht gleich gesagt? Vertrag hin oder her, aber wenn…«

»Du brauchst dich nicht aufzuregen, sie haben sich verlaufen, haben aber auch wieder herausgefunden. Am Abend waren sie wieder da.«

»Das kommt in der Tat nicht häufig vor«, platzte ich heraus. »Kinder, die ein paar Stunden im Wald bleiben! Sie mögen doch nicht obendrein auch noch Erdbeeren?«

»Nachdem ihre Mutter ihnen die Leviten gelesen hatte, fingen sie an zu erzählen, dass sie sich verlaufen haben«, fuhr Swetlana unerschütterlich fort. »Und einem Wolf begegnet sind. Der Wolf hat sie durch den Wald gejagt, direkt zu seinen Jungen hin…«

»Hm…«, murmelte ich. Ich spürte, wie etwas bedenklich in meiner Brust schlug.

»Die Kinder hatten natürlich Angst. Dann ist plötzlich eine Frau aufgetaucht, die dem Wolf einen Vers aufgesagt hat, worauf dieser weggerannt ist. Dann hat die Frau die Kinder in ihr Häuschen gebracht, ihnen Tee gemacht und sie dann bis zum Waldrand begleitet. Sie hat behauptet, Botanikerin zu sein und Kräuter zu besitzen, vor denen Wölfe Angst haben…«

»Das sind kindliche Phantasien«, fiel ich ihr ins Wort. »Ist mit den beiden alles in Ordnung? »

»Absolut.«

»Ich habe schon irgendeine Gemeinheit befürchtet«, sagte ich und streckte mich wieder in der Hängematte aus. »Hast du sie auf Magie überprüft?«

»Sie sind absolut sauber«, informierte Swetlana mich. »Nicht die geringsten Spuren.«

»Phantasien. Oder sie haben tatsächlich vor jemandem Angst gehabt… vielleicht sogar vor einem Wolf. Und irgendeine Frau hat sie dann aus dem Wald herausgebracht. Die Kinder hatten wirklich Glück, auch wenn eine Tracht Prügel…«

»Der Kleine, Romka, hat gestottert. Ziemlich stark sogar. Jetzt spricht er absolut flüssig. Er plappert in einem fort, trägt kleine Gedichte vor…«

Ich dachte kurz nach. »Kann man Stottern heilen?«, fragte ich. »Durch Suggestion oder Hypnose… oder was es sonst noch so gibt.«

»Das ist nicht zu heilen. Im Unterschied zu Schnupfen. Und jeder Arzt, der dir verspricht, durch Hypnose sei das Stottern wegzukriegen, ist ein Scharlatan. Natürlich, wenn es eine reaktive Neurose wäre, dann…«

»Verschon mich mit diesen Begriffen«, bat ich. »Es lässt sich also nicht heilen. Und alternative Mittel?«

»Vielleicht könnten wilde Andere tatsächlich etwas ausrichten… Kannst du Stottern heilen?«

»Und nächtliches Bettnässen auch«, brummte ich. »Dito Einkoten. Aber du hast doch keine Magie gespürt, oder, Sweta? »

»Aber das Stottern ist weg.«

»Das kann nur eins heißen…«, räumte ich widerwillig ein. Ich seufzte und erhob mich nun doch aus der Hängematte. »Das sieht nicht gut aus, Sweta. Eine Hexe. Noch dazu von einer Kraft, die deine übersteigt. Und du stehst auf der ersten Kraftstufe!«


    Ваша оценка произведения:

Популярные книги за неделю