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Lügendetektor
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Текст книги "Lügendetektor"


Автор книги: A. I. Nebelkrähe



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Lügendetektor





Veröffentlicht von A.I.Nebelkrähe bei Smashwords

Published by A.I.Nebelkrähe at Smashwords









Copyright  2015  A.I.Nebelkrähe





ISBN: 9781311177599

Smashwords Edition, License Notes

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Inhalt

 

Auszug aus der Email des Kriminallabors

 

Ordner1. Zehn kleine Buchhalterlein schlachteten ein Schwein

 

1.1.txt

1.2.txt

1.3.txt

1.4.txt 

1.5.txt 

1.6.txt 

1.7.txt 

1.8.txt 

1.9.txt 

1.10.txt 

1.11.txt 

1.12.txt 

1.13.txt

1.14.txt 

1.15.txt 

1.16.txt

1.17.txt 

 

Ordner 2.XXXX XXXXX XXX XX XXXX XXX XXXX

 

2.1.txt

2.2.txt

2.3.txt 

2.4.txt 

2.5.txt 

2.6.txt 

 

Auszug aus dem Bericht der Kriminalpolizei

 

 

 

 

###

Diese Informationen bekam ich ganz zufällig aus der Quelle, die ich nicht preisgeben darf. Ich studiere Journalistik und habe keine Möglichkeit, die Echtheit von den Informationen zu prüfen, deshalb veröffentlichte ich die im Internet. Die Öffentlichkeit soll wissen, was einer der mächtigsten Gexxxxxxxnst der Welt – XXX – in XXXXXXXland und anderen Ländern macht. XXXX XXXXX XXXXX XX XXXXXX XXXX XXX XXX XX XXXX XXX XXX XXXXXXX XXX XXXXXXXX XXXXX XXX XXX XXXXXX XX XXX.

 Die Geschichte ist scheußlich und fürchterlich. Ich weiß, dass mein Leben deswegen in Gefahr ist, infolgedessen bleibe ich anonym.

Hinweis für Eltern: Ich glaube, dass dieser Bericht für Kinder unter 16 Jahren nicht geeignet ist.

 

 

Auszug aus der Email des Kriminallabors

 

...Handy, das in der Hosentasche der nicht identifizierten Leiche gefunden war, ist sehr beschädigt. Dem Kriminaltechniker ist es gelungen, die auf der Speicherkarte erhaltenden Dateien teilweise wiederherzustellen. Es wurde zwei Ordner gefunden. Der zweite Ordner war viel mehr beschädigt, es war nicht möglich sogar den Namen des Ordners wiederherzustellen. Beide Ordner beinhalteten Textdateien in russischer Sprache. Es wurde maschinelle Übersetzung für diese Dateien benutzt. Die Textdateien könnten zwei Autoren zugeschrieben werden, wie es eine Inhaltsanalyse zeigte. Den Ausdruck des Inhaltes von Speicherkarte schicke ich Ihnen unverzüglich per Kurier. Leider war es nicht möglich, alle Dateien vollständig wiederherzustellen. Dementsprechend bitte ich um Ihr Verständnis... 

 

 

 

 

Ordner1. Zehn kleine Buchhalterlein schlachteten ein Schwein

 

 

1.1.txt

Rafail läuft leichtfüßig durch Wald gen Lobdeburg. Es ist Sonntag, ein sonniger Sonntag. Wie es üblich für ihn sonntags ist, macht er seinen gewöhnlichen Sonntagslauf über das Jenaer Gebirge, und es ist ihm eigentlich egal, ob es um die richtigen Berge geht. Es war immer seinen Wunsch, in irgendeinem Bergland zu leben. Vielleicht weil er erste 45 Jahre seines Lebens in russischen Steppen lebte.

XXX XXXX XX XXXX XXXX XX XXX XXXXXX XXXX XXXXX XX XXX XXXX XXXX XX. Rafail denkt an Herren von Lobdeburg, die diese Burg schon im zwölften Jahrhundert bauten. Die Letzten hatten eine seltsame Angewohnheit – alle männlichen Nachkommen trugen nur Namen Hartmann, Otto oder Hermann. Vielleicht um die Feinde im Verlegung zu führen. Rafail stellt sich vor, wie diese Herren von Lobdeburg da oben lebten – ehrlich gesagt, es gab nicht so viel Platz da drinnen in der Burg – schauten die Umgebung um und wochenlang warteten, bis irgendwelcher Kaufmann vorbeikam und sie ihn dann berauben konnten. Doch sie sollten immer wieder bergauf und bergab... Man braucht gute Gesundheit dafür. Und Hygienezustand in dieser Zeit war scheußlich. Nein, er will so nicht leben. Hin oder her, Herren von Lobdeburg waren sowohl von Markgrafen von Meißen, als auch von Naumburger Bischöfe sehr geschätzt.

Und warum schätzt ihn niemand? Er fragt sich: Was ist dir denn für eine Laus über die Leber gelaufen? Früher arbeitete Rafail als Geophysiker in einem wissenschaftlichen Institut zu Rostower Uni. Er dachte immer, dass er als Fachmann nützlich sein würde. Rafail nennt sich Informationsträger. Wie es sich später herausstellte, brauchte man seine Informationen nicht, um redlich zu sein. XXXXXXXXXXXXXXX XXXXXXXXXXXXXX XXXXXXX XX XXXXXXX XXXXXXXX XXXXXXXXXXXXXX XXXXXXXXXX XXXXXXXXX XXXXXXXXX XXXXXXXXX XXXXXXXXXX XXXXXXXX XXXXXXXX XXX.

Rafail denkt darüber nach, dass Herren von Lobdeburg in zwei oder drei Jahrhunderten spurlos verschwinden waren. Vielleicht erlöschen sich seine Spuren viel schneller. Aber weg mit düsteren Gedanken! Er will heute munter sein.

Rafail sieht rote Dächer von niederliegendem Drackendorf, hört Summen von unzähligen Insekten zu, singende Vögel und ist wieder ganz guter Laune, sogar dass er zweimal in den Hundehaufen tritt, macht ihm nichts aus. Er hat Verständnis für Hunde: der Berg ist zu steil, um Tiere dort ihr Geschäft erledigen könnten. Morgen will er nach Rostow fliegen, um seine Mutter abzuholen und danach mit ihr zusammen zurück nach Deutschland kehren. Sie soll zu Besuch kommen und ihren zweiten Enkel kennenlernen. Er fürchtet aber, dass sie dafür reichlich alt ist, alleine diese Reise zu unternehmen. Redlich gesagt, ist er deswegen ziemlich besorgt, aber er hat keinen richtigen Ansprechpartner um darüber frei von der Leber weg zu reden.

Gesunken in seine angenehmen Gedanken hat er fast entgegengehenden Mann übersehen. Rafail macht einen Schritt abseits des Pfads, sein rechter Fuß sinkt in Pfütze und er guckt vorbeigehenden Mann ganz flüchtig an. Jetzt erkennt er ihn doch. Er würde sagen, nicht so genau erkennt, aber er ist sich sicher, dass er diesem Mann schon mal begegnet war, und zwar gestern im Kaufland. Das ist aber nicht alles. Rafail ist sich ganz sicher, dass er den Mann noch in Russland kannte, hat jedoch seinen Namen vergessen. Es ist weiter nicht so wichtig. Er wird ihn sprechen, wenn er ihm wieder begegnet.

Rafail hört plötzlich hinter sich leichte Schritte. Er will schon zurückschauen, als etwas Hartes tritt ihn gewaltig ins Genick. Rafail versucht wegzulaufen, doch er sieht nichts mehr. Ihm ist schwarz in den Augen. Er füllt seine Beine und Hände nicht mehr. Ihm wird schwindlig. Als Letztes hört er eine krächzende Krähe und dann eine totale Stille hüllt ihn um.

Rafail ist tot, mausetot.

>>><<<

Lufthansa´s Flugzeug landet an dem internationalen Flughafen von Rostow-am-Don. Man bringt Passagieren zum Passkontrolle. Junger Grenzsoldat prüft aufmerksam den Reisepass von Rafail Altmayer. Er blättert den Pass schon zum zweiten Mal. Hinter Rafail stehen noch viele Leute Schlange. Grenzsoldat geniest seine Macht. Er hat es nicht eilig. Letztendlich gibt er den Reisepass zurück.

Im Flughafen wartet auf Rafail seine Mutter. Er bat sie zu Hause bleiben, aber sie will auf gar keinen Fall so lange warten. Sie wartet ungeduldig auf ihn. Ihr Herz pocht. Ihre Hände zittern. Es ist lange her, als sie ihren Lieblingsburschen sah. Sie kann verständlicherweise mit wenig vorliebnehmen, aber im Moment flüstert sie vor sich her – na, komm doch; spute dich... Jetzt strömen die ersten Passagiere durch das Tor. Sie wartet. Jetzt kommt niemand mehr. Aufgeregt läuft sie zum Auskunftsbüroschalter. Sie wurde gesagt, dass Lufthansa´s Flugzeug gelandet ist und dass Rafail Altmayer am Bord war. Ja, aber ich bin ihm nicht begegnet – sagte sie.

Dann hörte sie, wie man sagt – Das ist Ihr Problem. Wenn beliebt, dürfen Sie Polizei benachrichtigen.

Rafail´s Mutter kehrt weinend nach Hause zurück. Sie weiß schon genau, dass sie ihren Sohn nie wiedersehen wird. Rafail ist verschwunden. Für immer und ewig.


1.2.txt

Ich gehe schon wieder durch die Straßen meiner Heimatstadt. Gott beschütze und segne Google wegen Street View!

Ich gehe langsam Mineralowodskay Straße entlang. Hier wohnte ich in meiner Kindheit. Ein altes grünes Holzhaus. Das kaufte mein Großgroßvater gerade vor der Revolution. Er wollte etwas Größeres und Anständiges im Zentrum von Rostow-am-Don kaufen, aber Inflation war schon begonnen. So konnte er nur diese Bude am Stadtrand, in armer Siedlung der Eisenbahnarbeiter in die Hände kriegen. Das alles erzählte mir meine Großgroßmutter. Von ihr wusste ich auch, dass man in Rostower Restaurants sehr köstlich essen konnte. Vor der Revolution, versteht sich. So köstlich wie nie danach. Und niemals mehr.

Eigentlich, hasste Großgroßmutter meine Großmutter und mit ihr unsere ganze Familie, mich inklusive. Aber die platte Wahrheit bestand darin, dass ich immerhin der einzige war, der ihren Erzählungen zuhören wollte.

XXX XX XXXXXX XXX XXXXXXXXX XXXXXXXXXXXX XXX XXX XX XX XXXXXXXX XXX XXX XXXXXXXXXX XXX XXXXXXXX XXXXX XX XX XXX XX XXXX XXXX XXXX XX. Ich gehe weiter. Diese engen Straßen kenne ich aus dem Effeff. Ein reicher Alkoholiker war der Besitzer des zweistöckigen Hauses. Er vermietete Grundgeschoss an verschiedenen Leuten. Alkoholiker machte Hof meiner Oma und schenkte ihr kleine schöne Uhr. Er wollte sie heiraten, sie aber nicht. Das verstand ich damals überhaupt nicht und war meiner Oma böse. Sein riesiges Haus aus rotem Backstein gefiel mir so sehr!

Ich gehe weiter bis zur Besymjannyj Gasse. Die ist mit Kopfstein gepflastert und geht steil hoch. Wenn es regnet, kann man sie wegen gewaltigen Wasserstroms nicht überqueren. Ich steige langsam hoch bis zum Pionerskyj Garten...

Etwas stört mich. Etwas Unangenehmes. Ich sah jemanden gestern im Kaufland. Sehr flüchtig, aber das Gefühl war so unheimlich... Wer war das? Ich kann mich nicht so richtig daran erinnern.

>>><<<

Alina ruft mich. Essen steht schon bereit auf dem Tisch. Heute haben wir „макароны по-флотски“ (Makkaroni po-flotski). Wir essen dieses Gericht ein oder zweimal pro Jahr. Eigentlich ist es nicht so kompliziert, so was zuzubereiten. Man braucht, versteht sich, Makkaroni, am besten aus hartem Weizen und dazu Hackfleisch (Mischung aus Schwein und Rindfleisch). Es ist wohl bekannt, dass Russisch viele deutsche Worte benutzt. Dafür sind Peter der Große und Katharina der Zweite verantwortlich. Allerdings unterscheidet sich die Bedeutung der Wörter manchmal gewaltig. Zum Beispiel, man hat im Russischen das Wort Farsch, benutzt diesen Begriff aber nicht nur für gehackten Fisch, sondern auch für gehacktes Fleisch.

Also, man muss Hackfleisch mit klein geschnittenem Zwiebel auf der Pfanne braten und danach zusammen mit tafelfertigen gekochten Makkaroni gründlich mischen. So machte es Marineköche schon zur Zarenzeit. Weil sie es bevorzugten, etwas am Hackfleisch zu sparen, erweckte man Aufstand der Besatzung des Panzerkreuzers Potömkin.

Solch ein schicksalsträchtiger Fehler macht Alina nicht. Bekanntlich, versteckt sich der Teufel in Details. Umständehalber nimmt man zusätzlich zur Zwiebel noch Pastinake, Dill, Sellerie (geschnittene Knolle und Blätter), Knoblauch, gebratene Tomaten, Petersilie, Pfeffer, Muskatnuss, Ingwer, Basilikum. Ein wenig Walnussessig schadet dem Gericht auch nicht.

Wir genießen Makkaroni po-flotski mit gutem deutschem Bier. Hier sind wir nicht einig. Ich bestehe darauf, dass zu Makkaroni po-flotski eher Leikeim Kellerbier passen würde. Alina meint, dass Köstrizer Schwarzbier genau das richtige sei.


1.3.txt

Nina Bontschuk kommt nach Hause. Ihr Gang ist sehr verlangsamt. Sie leidet an schwere Varikose der Extremitäten. Ihre Beine sind geschwollen. Sie hatte heute einen Streit mit dem Chef. Er wollte sie dazu zwingen, wichtige Finanzdokumente zu falsifizieren – sie arbeitet als Buchhalterin. Sie sagte ihm, dass das mit ihr nicht geht. Das kommt überhaupt nicht in die Tüte. Er gab ihr Zeit bis Morgen, um alles noch mal zu überdenken, oder er würde sie suspendieren. Sie will das nicht tun, aber ihre Familie braucht doch Geld. Das alles macht ihr zu schaffen.

Sie fährt mit Buslinie 52. Heutzutage ist es ganz mühelos, mit dem Bus zu fahren. Sie erinnert noch an die Zeiten, als man stundenlang auf Busse warten musste und die waren immer vollgestopft. Jetzt gibt es viele Busse. Man kauft sie in Deutschland. Leider sind gebrauchte Waren bevorzugt: Aircondition funktioniert überhaupt nicht. Alle Fenster und Lücken sind zusammengeschweißt. In Rostow, im Sommer, wenn es im Schatten 38° ist... Nina schwitzt. Ihr Kleid ist klatsch nass und klebt am Sitzplatz des Buses. Alle anderen Passagiere schwitzen auch. Es stinkt gewaltig im Bus.

Nina nimmt den Geruch nicht wahr. Schweiß läuft ihr in Augen, sie merkt das aber nicht. Sie denkt an früheren Zeiten. Sie arbeitete damals in einem Projektinstitut. Sie leitete eine kleine Gruppe. Weil sie ihre Diplomarbeit auf Englisch schrieb, bekam sie zusätzlich zu ihrem Gehalt ganze zehn Rubel und alle waren neidisch. Von Wegen! Was für eine Zeit ... Perestroika zerstörte alles.

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Projektinstitut wurde geschlossen. Sie war arbeitslos. Es gab überhaupt keine Arbeit. Niemand brauchte Bauingenieure. Sie versuchte neuen Beruf zu erlernen und landete in einer Privathochschule. In neuen Monaten wurde sie zu Buchhalterin. Sie hasste Buchhaltung. Ah, wie schön sagt man – jeder muss sein Los tragen.

Fast in allen Bussen sieht man die gleichen Aufkleber. Auf roter glänzender Folie steht folgendes geschrieben – Ich wurde mein ganzes Leben vom Glück verfolgt, aber ich war immer schneller. Nina hat die Anschrift fotografiert und im Internet übersetzt. Deutsch ist ihr fremd. Dann sagte sie ehe zu sich selbst – Das ist mein Leben. Sie beliebt zu scherzen.

Der Bus fährt in Stadtteil Sapadnyi. Überall stehen 16-stöckigen Gebäude aus weißem Backstein. Sie alle sehen gleich aus. Man muss guten Orientierungssinn haben, um sein Haus zu finden. Es ist eigentlich noch früh, aber total menschenleer. Alle retten sich in ihren Wohnungen mit eingeschaltetem Airconditioner. Das ist ihre Haltestelle „Uliza Dovatora“. Nina steigt aus. Sie muss noch was in Supermarkt kaufen. Es ist nicht besonders notwendig, aber drin ist kühl und sie kann sich erholen. Nina kauft Aprikosen und eine Flasche Wein. Sie wählt „Stremjannoe“. Dieser Wein wird am Donufern angebaut und Nina schätzt hiesige Weine sehr. Ja, Kuchen! Sie hofft, dass ein Glas Wein hilft ihr eine Entscheidung zu treffen.

Nina muss wieder in tödliche Hitze. Ihr scheint, als ob sie ein bekanntes Gesicht sah, ist sich doch nicht sicher. Sie grüßt jemanden, aber ohne Begrüßung. Es ist nicht von Bedeutung, weil ihre Bekannte Bescheid über ihre Kurzsichtigkeit wissen.

Nina kommt zu ihrem Haus. Sie wählt Geheimcode des Schlosses, öffnet schwere Stahltür und tritt in Treppenhaus ein. Alle Wohnungen haben zwei Türen, eine davon unbedingt aus Stahl. Es sieht so aus, als ob man sich in Hochsicherheitstrakt eines Gefängnisses befindet. Sie sagt immer zu seinem Mann – Wir leben wie im Knast und er antwortet immer – So können Diebe nicht eindringen. Genau so ist es in unserer Stadt und im ganzen Land. Danach schweigen sie beide.

Nina fährt mit dem Fahrstuhl bis auf neunten Stock hoch. Die Tür öffnet sich und sie sieht ihn. Jetzt erkennt sie ihn wieder. Sie hat ihn schon im Supermarkt gesehen. Er lächelt, macht einen Schritt auf ihr zu und gleichzeitig schneidet er ihre Kehle von links nach rechts, schnell, präzise und abstoßend elegant. Nina glotzt ihn an, versteht nichts und kippt langsam runter.

Nina ist tot, mausetot.


1.4.txt

Ich liebe Bier und habe es immer geliebt. Mein ganzes Leben lang. Na ja, eigentlich nicht ganzes Leben. Als ich Bier zum ersten Mal kostete, war ich ungefähr zwölf Jahre alt. Es schien mir widerlich bitter. Ich hatte keine Lust, es noch mal zu probieren.

Dann kam aber die Zeit der Uni. Sie können sich doch gut vorstellen, dass Existenz der Unistudenten ohne Bier absolut unmöglich ist. So gewöhnte ich langsam, Bier zu trinken. XXXXXX XXXXX XXXXX XXXX XX XX XXXXX XXXXXXXXX XXXXXXXXX XXXXXXXX XXXXXXXX XXXX XX.

Man liebt Bier in Russland, doch es ist keine reziproke Liebe. Bier liebt russische Menschen nicht und zeigt es durch seinen Geschmack. Man muss viel Mut haben, um russisches Bier zu trinken. Dazu noch viel Fantasie, um dieses Gesöff als Bier zu bezeichnen. Da war, ketzerisch gesagt, Hopfen und Malz verloren... Und noch was: man übte es, in Biergarten Bier mit Wasser zu verdünnen... Und noch was: gewöhnlicherweise besaßen russische Schenken keine Toiletten, und weil nach der Verdünnung beinhaltet Bier maximal 2 % Alkohol, trank man drei-vier Liter davon, um Endeffekt zu fühlen. Ich erzähle ihnen besser nicht, was dann passierte...

Wenn unsere Freunde aus Russland zu Besuch kommen, zwingen wir sie nur langsam an deutsches Bier zu gewöhnen. Man beginnt vorerst mit leichtem Lager von großen Bierproduzenten, wie Beck, Radeberger oder Warsteiner. Man trinkt Pilsener: Jever, Veltines, Bitburger. Demnächst folgen Festbiere und Kellerbiere. Danach testet man dunkles Bier und kommt zu Schwarzbier und Weizenbier. Jetzt ist Zeit für mittelständische Privatbrauereien, und zwar für Alt Jenaer und Jenaer Schellenbier von Papiermühle. Derart bekommt man 'ne Vorstellung, was die Wahre Liebe ist.

Wiederum, vor der Rückkehr nach Russland trinkt man tunlichst leichtes Lagerbier – die Augenzeugen haben vielmals bestätigt, dass man einen Schock dabei erlebt, wenn man russisches Bier wieder trinkt. Apropos, wir belehren unsere Gäste deutsches Bier fast warm zu trinken, weil man nur so volles Bukett richtig wahrnehmen kann.

>>><<<

Vielleicht war es zu viel Makkaroni po-flotski oder Bier. So genau weiß ich es nicht, aber ich schlief schlecht. Alpträume kehrten immer wieder zurück, wie diese:

Wir führen Training-Gruppe. Alles geht wie gewöhnlich. Wir beginnen Training mit Blickkontakt. Ich versuche mit einem Mitglied der Gruppe Augenkontakt aufzunehmen, solange bis er mir in Augen schaut. Wenn Blickkontakt ist erstellt, wähle ich ein anderes Mitglied. Dann noch einen, bis ich mit allen Mitgliedern Blickkontakt habe. Wir sprechen kein einziges Wort aus. Am Ende herrscht totale Stille. Alle schauen uns zu und das Training beginnt. Ab diesen Moment kann man Gruppe führen, fast wohin man will. Es ist absolut nicht notwendig irgendwelche Repressalien zu benutzen, um Aufmerksamkeit der Gruppe zu gewinnen. Wenn es irgendjemand gibt, der den beginnenden Prozess Gruppenintegration zu stören versucht, den zwingt die Gruppe selbst Schritt zu halten. Eigentlich ist es zu schwer, dem Gruppendruck zu widerstehen, besonders wenn Gruppenstruktur noch nicht kristallisiert ist. Man muss einerseits sehr charismatisch sein, andererseits gleichzeitig mit dem Trainer um die Kontrolle über die Gruppe kämpfen. Es gibt nur wenige Leute, die so was wagen.

Aber das ist eine große Illusion, dass man Gruppe führen kann, wohin man will. Einige Psychologen gerieten manchmal in Versuchung, Gott zu spielen. Sie imaginieren, dass sie tatsächlich es können, eine Gruppe oder einen Menschen das tun zu befehlen, dass sie nicht wollen. Um ehrlich zu sein, muss man gestehen: wenn man als Psychologe fungiert und reflektiert, wie seine Worte auf Menschen wirken, fühlt man sich groß und mächtig. Man denkt, dass alles in seiner Macht steht. Nach einiger Zeit bemerkt man, dass man nur etwas beschleunigen oder verlangsamen kann. Wenn man bereit ist, etwas zu tun, dann geht es. Wenn nicht – Pech gehabt. Es spielt dabei überhaupt keine Rolle, ob man wach ist oder unter Hypnose steht. Hypnose ist ein veränderter Zustand des Bewusstseins. Hand aufs Herz, man muss sich selbst sagen, dass wir alle fast die ganze Zeit in diesem Zustand sind. Nur sehr selten haben wir volle Kontrolle über unser Bewusstsein.

In einer Gruppe befinden sich alle Mitglieder in einem veränderten Zustand des Bewusstseins, und lassen sich seht leicht beeinflussen. Deshalb bevorzugen fast alle moderne Psychotherapeuten mit Gruppen arbeiten. Die halbe Arbeit macht Gruppe selbst. Was macht ein Trainer oder ein Psychotherapeut? Erinnern Sie sich an Ambroise Paré, der mal sagte – Ich verbinde nur, heilt aber Herr Gott. Genau so geht es mit Psychologen. Sie müssen Patienten so beeinflussen, dass die Letzten die Auswege aus ihren komplizierten Problemen finden könnten, die sie schon seit langem wussten, wagten aber nicht, die Probleme zu lösen und die neuen Wege zu benutzen. So könnte ein Psychologe sagen – Ich erleichtere nur den Menschen ihre eigenen Entscheidungen zu treffen.

XXXXXX XXXXXXX XXXXXXXX XXXXXXXX XXXXXX XXXXXX XX XXXXXX XXXXXXX XXXXX XXXXXXXXXX XXXXX XXXXXXXX XXXXXX XXXX XXXXXX XXXXXX XXXXXX.

Ich wache auf im Schweiß gebadet und denke – Warum soll das eigentlich ein Alptraum sein? Diese Arbeit als Trainer gefällt mir immer. Was ist denn passiert? Ich finde keine Antwort und schlafe wieder ein. Im Traum stelle ich Blickkontakt her. Erster, zweiter, dritter Mitglied unserer Trainingsgruppe. Dann kommt der Neunte. Alles geht gut, wie gewöhnlich. Jetzt ist das letzte, zehnte Mitglied, dran. Es gelingt mir, den Kontakt gleich herzustellen. Doch etwas stimmt nicht. Der Mann guckt mich aufmerksam an, aber seine Augen sind total leer. Absolut gedankenlos. Er ist völlig abgeschirmt, als ob er versucht es, mir zu widerstehen. Aber warum? Wir sagten zueinander noch nichts. Wir taten noch nichts. Warum solch eine Resistenz? Der Zehnte merkt, dass er zu viel meine Aufmerksamkeit in Anspruch nimmt und weicht gleich aus. Alle sind bereit weiter zu arbeiten. Ungeachtet davon habe ich ein mulmiges Gefühl. Plötzlich fällt bei mir der Groschen – man versucht mit uns Spielchen zu spielen, und zwar bevor es einen einzigen Anlass dazu gäbe.

Ich wache wieder auf. Ich weiß jetzt genau, wen ich im Kaufland sah. Das war Löscha Inow. Das zehnte Mitglied.

>>><<<

Ich komme nach Hause schleppend Milch, Brot, Wurst und Gott weiß, was ich noch kaufte, mit. Unterwegs sah ich wieder eine pittoreske Gruppe hiesiger Alkoholiker neben Rewe. Mir ist immer interessant, warum sie ausgerechnet Rewe bevorzugen. Dabei denke ich, dass in Russland genau so viel oder sogar weniger Alkoholiker gibt. Aber gleichzeitig erinnere ich an einen Witz aus Internet, wie man sich Russen in Westen vorstellt:

– Schatz, ich bin's!

– Wieso so spät?

– Unterwegs bin einem Bär begegnet, der zu schwach war, um zu Bärenhöhle zu kriechen. Ich gab ihm Pelzmütze, Filzstiefel und Wodka als Verstärkung.

 

– Kinder, Essen ist fertig!

– Ich will nicht. Ich spiele lieber mit Bär!

– Gut, aber trink zunächst Wodka!

 

– Wo ist Opa!

– Er steht Schlange, um Wodka zu kaufen. Es ist gut, dass er zuerst schon Wodka getrunken hat.

– Du sollst auch was machen, aber trink zuerst Wodka!

 

– Schatz, es ist kalt geworden. Schalte bitte Atomreaktor ein!

– Gleich, aber ich trinke vorerst diese Flasche Wodka aus.

– Schatz, du muss unsere Tochter in Kita bringen. Vergiss bloß nicht, ihr Wodka zu geben! Und nimm eine Flasche für Erzieherin. Sie sagte, sie ertrüge Kinder ohne Wodka nicht. 

 

>>><<<

Apropos, ich sah diesen Löscha Inow wieder. Er stand im Rewe und tat so, als ob er mich nicht bemerkte. Ich hatte auch keine Lust, ihn zu begrüßen. Was macht er eigentlich hier? Soll ich das Alina erzählen? Ich entscheide, dass es nicht so wichtig ist und dass ich bis auf weiterem damit warten kann.

Dieser Löscha zwingt mich wieder an unsere letzte Trainingssitzung zu erinnern. Als Augenkontakt erstellt wird, entscheidet die Gruppe, ob wir miteinander duzen oder siezen werden. Es ist in Russland nicht üblich, unbekannte Leute per Du zu nennen. Besonders schwer gelingt es, wenn Menschen von verschiedenen Generationen miteinander kommunizieren müssen. Nach einer heftigen Diskussion kommen alle zu erstaunlichem Ergebnis, dass man dessenungeachtet Respekt zeigen kann, wenn man auch duzt. Diese Diskussion gibt Gruppenmitglieder die Möglichkeit, sich zu positionieren und Gruppenstruktur zu bilden. Man sieht gleich Kandidaten für Leaderrolle.

Diese Gruppe besteht aus Akademiker von verschiedenen Berufen. Alle hatten schon Erfolge in ihren Beruf erzielt, manche bekleideten Führungspositionen. Russische Wende – Perestroika, nahm ihnen das weg. Unternehmen machten Pleite, viele wurden zu Arbeitslosen. Jetzt machen sie Umschulung auf eigene Kosten, weil der Staat auch Pleite ist. Alle sind nicht so richtig von Buchhaltung, die ihnen angeboten war, begeistert, haben gar keine andere Wahl. Sie sind etwas zu alt, um auf den Strich zu gehen, schlecht trainiert, um als Banditen Karriere zu machen und haben kein Geld, um als Selbstständige zu fungieren. Andere Berufe sind momentan in Russland nicht nachgefragt.

Die meisten empfinden die Ausbildung als Beleidigung, die ihnen ihr Staat antut. Unsere Aufgabe besteht darin, dieses Gefühl zu bearbeiten helfen und die Gruppe so umstrukturieren, dass sie möglichst effektiv Lernprozess unterstützen könnte.

Nach einigen Minuten der Diskussion wurde es klar, dass hier zwei Prätendenten auf führende Position gibt: Alik Baklanow und Löscha Inow.

Alik ist ein großgewachsener Mann, ungefähr ein Meter vierundneunzig. Wie manche Riesen, versucht er kleiner auszusehen und krümmt seinen Rücken. Seine gelben Haare sind gekräuselt, er trägt Brille und sieht viel junger, als er ist, aus. Er pflegt es, mit allen auf gutem Fuß zu sein, erzählt nonstop Witze und ist etwas hyperaktiv. Von Beruf ist er Pädagoge und war erfolgreich als Lehrer, aber sein Gehalt reicht nicht mehr, um zu überleben.

Löscha Inow sieht mittelmäßig aus. So mittelmäßig, dass ich und Alina müssen uns speziell konzentrieren, um sein Aussehen einzuprägen. Er hat glatte spärliche Haare undefinierbarer Farbe. Seine hellen Augen sehen die Menschen vorbei. Er ist mittelgroß und kleidet sich ganz gewöhnlich. Es gibt nichts Unangenehmes an ihn, aber man fühlt etwas Schlüpfriges... Löscha ist kontaktfreudig und findet schnell allgemeine Themata. Smalltalk fällt ihm ausgesprochen gut. Man unterhaltet leicht mit ihm, kann danach aber an nichts erinnern. Löscha sagt, dass er ein Chemiker von Beruf ist und stammt aus kleinem Dorf (Hutor) neben Stadt Asow. Das ist auch interessant, weil er spricht eher als ein Geisteswissenschaftler mit ausgeprägter moskauer Aussprache. Wenn ich ihn nach Buckminsterfullerene fragte, tat er, als ob er die Frage überhörte. Das scheint seltsam, weil in den neunziger XXXXXXXXXXX Buckminsterfullerene ein Hit in Chemiewissenschaft waren.

Alik spricht viel und etwas zu laut, spart an Gestik nicht, versucht alle Anwesenden zu betören. XXXXX XXXXX XXXXXXXXX XXXXXXXX XXXX XXX XXXXXXX XXXXXXXX XXXXXXXX XXXXXXXX XXXXXXXX XXXX XXXXXX XXXXXXXX XXXXXXXXXX XXXXXXXXXX XXXXXXXXXXXXX.

Er lässt anderen fast keine Zeit, um ihre Aussagen zu machen. Seine Annäherungsversuche ähneln sich einem Orkan. Er unterdrückt anderen, um selbst Solo zu sprechen. Das gefällt nicht allen Teilnehmern. Offensichtlich irritiert Alik Nina Bontschuk und Rafail Altmayer. Ihnen gefällt Löscha's enthaltsamer Führungsstil viel mehr. Er spricht bestimmt weniger, meist ironisch und oft zu persönlich. Das alles aber unter dem Schleier der Höflichkeit. So man nie genau weiß, ob man beleidigt war oder gelobt. Es scheint, dass Löscha zwei treue Anhänger fand.

>>><<<

Wenn man als Gruppentrainer arbeitet, muss man Jazz mögen, weil Training ein purer Jazz ist. Du hast nur Ziel, das die Gruppe erreichen soll, und einen Vorrat von Methoden, einige von denen man benutzen kann, aber nicht notwendigerweise. Wie im Jazz, man hat das Thema, Melodie, und kann damit improvisieren, um dieses Thema (Ziel) zu erreichen. Alles aber hängt davon ab, wie andere Jazzmen oder Gruppenmitglieder reagieren. Man muss nicht an diese oder jene Methode hängen, man darf sogar neue Methoden erfinden und gleich benutzen. Im Training, wie im Jazz, ist alles möglich – vorausgesetzt, man versteht, was man tut und dabei kennt sich in solchen Sachen aus. Wenn man mal Training probiert, dann scheinen ihm „normale“ (übliche, traditionelle) Vorlesungen und Seminare zu langweilig.

Das ist aber nicht die ganze Wahrheit vom Training. Stellen Sie sich vor: man muss ein großes Lastwagenrad rollen. Also muss man zweierlei Dinge im Sinne haben: man hat dafür zu sorgen, dass es nicht hinstürzt und dass es sich genau dorthin bewegt, wo Sie es haben wollen. Am besten macht man das zu zweit. Deswegen muss man parat die Antworten auf folgende Fragen haben: Was mache ich jetzt? Warum mache ich das? Wie hilft so was das Ziel zu erreichen? Was tut die Gruppe? Was tut jedes einzelne Mitglied der Gruppe und warum tut er das? Was macht momentan mein Partner und warum macht er das? Und Sie müssen bereit sein, in jedem Moment die Fortführung der Gruppe zu übernehmen.

Wie auch schön und erregend diese Arbeit sein mag, sie verlangt einen großen Energieverbrauch. Ein normales Training dauert gewöhnlicherweise eine Woche lang, acht Stunden pro Tag und nach dem Training sind wir, genauso wie Trainingsteilnehmer, nur für eines fähig, nämlich – sich zu erholen. Management der sozialen Beziehungen ist sehr schwere Tätigkeit, es ist bloß nicht allen bekannt.

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Wir fahren mit Straßenbahnlinie Fünf ins Stadtzentrum. Heute findet im Stadtmuseum „Göre“ Ausstellung von Auguste Rodin Werken statt. Es ist sehr aufregend. Wir sahen noch nie Rodins Skulpturen so zu sagen „in vivo“. Wir unterhalten uns über Rodin. Ich höre, dass jemand hinter uns sitzend telefoniert und ein Treffen im Restaurant „Schwarzer Bär“ vereinbart. Ich erinnere mich an diese Stimme. Kleinen Moment, bitte... Die gehört Löscha Inow. Interessant ist, dass er ein perfektes Hochdeutsch mit leichtem bayerischem Akzent spricht. Vor einigen Jahren schwor er hoch und heilig keine Fremdsprache zu können und deklarierte seine totale Unfähigkeit die zu lernen. Bei solchem Unvermögen würde sogar Professor Galina Kitajgorodskaja versagen, nichtsdestoweniger ihr Können den Idioten Fremdsprachen einzupauken.


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