Текст книги "Сиддхартха (На немецком языке)"
Автор книги: Герман Гессе
Жанр:
Зарубежная классика
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All dieses war immer gewesen, und er hatte es nicht gesehen; er war nicht dabei gewesen. Jetzt war er dabei, er gehXrte dazu. Durch sein Auge lief Licht und Schatten, durch sein Herz lief Stern und Mond.
Siddhartha erinnerte sich unterwegs auch alles dessen, was er im Garten Jetavana erlebt hatte, der Lehre, die er dort gehXrt, des gXttlichen Buddha, des Abschiedes von Govinda, des GesprXches mit dem Erhabenen. Seiner eigenen Worte, die er zum Erhabenen gesprochen hatte, erinnerte er sich wieder, jedes Wortes, und mit Erstaunen wurde er dessen inne, dass er da Dinge gesagt hatte, die er damals noch gar nicht eigentlich wusste. Was er zu Gotama gesagt hatte: sein, des Buddha, Schatz und Geheimnis sei nicht die Lehre, sondern das Unaussprechliche und nicht Lehrbare, das er einst zur Stunde seiner Erleuchtung erlebt habe X dies war es ja eben, was zu erleben er jetzt auszog, was zu erleben er jetzt begann. Sich selbst musste er jetzt erleben. Wohl hatte er schon lange gewusst, dass sein Selbst Atman sei, vom selben ewigen Wesen wie Brahman. Aber nie hatte er dies Selbst wirklich gefunden, weil er es mit dem Netz des Gedankens hatte fangen wollen. War auch gewiss der KXrper nicht das Selbst, und nicht das Spiel der Sinne, so war es doch auch das Denken nicht, nicht der Verstand, nicht die erlernte Weisheit, nicht die erlernte Kunst, SchlXsse zu ziehen und aus schon Gedachtem neue Gedanken zu spinnen. Nein, auch diese Gedankenwelt war noch diesseits, und es fXhrte zu keinem Ziele, wenn man das zufXllige Ich der Sinne tXtete, dafXr aber das zufXllige Ich der Gedanken und Gelehrsamkeiten mXstete. Beide, die Gedanken wie die Sinne, waren hXbsche Dinge, hinter beiden lag der letzte Sinn verborgen, beide galt es zu hXren, mit beiden zu spielen, beide weder zu verachten noch zu XberschXtzen, aus beiden die geheimen Stimmen des Innersten zu erlauschen. Nach nichts wollte er trachten, als wonach die Stimme ihm zu trachten befXhle, bei nichts verweilen, als wo die Stimme es riete. Warum war Gotama einst, in der Stunde der Stunden, unter dem Bo-Baume niedergesessen, wo die Erleuchtung ihn traf? Er hatte eine Stimme gehXrt, eine Stimme im eigenen Herzen, die ihm befahl, unter diesem Baume Rast zu suchen, und er hatte nicht Kasteiung, Opfer, Bad oder Gebet, nicht Essen noch Trinken, nicht Schlaf noch Traum vorgezogen, er hatte der Stimme gehorcht. So zu gehorchen, nicht XuXerm Befehl, nur der Stimme, so bereit zu sein, das war gut, das war notwendig, nichts anderes war notwendig.
In der Nacht, da er in der strohernen HXtte eines FXhrmanns am Flusse schlief, hatte Siddhartha einen Traum: Govinda stand vor ihm, in einem gelben Asketengewand. Traurig sah Govinda aus, traurig fragte er: Warum hast du mich verlassen? Da umarmte er Govinda, schlang seine Arme um ihn, und indem er ihn an seine Brust zog und kXsste, war es nicht Govinda mehr, sondern ein Weib, und aus des Weibes Gewand quoll eine volle Brust, an der lag Siddhartha und trank, sX und stark schmeckte die Milch dieser Brust. Sie schmeckte nach Weib und Mann, nach Sonne und Wald, nach Tier und Blume, nach jeder Frucht, nach jeder Lust. Sie machte trunken und bewusstlos. X Als Siddhartha erwachte, schimmerte der bleiche Fluss durch die TXr der HXtte, und im Walde klang tief und wohllaut ein dunkler Eulenruf.
Als der Tag begann, bat Siddhartha seinen Gastgeber, den FXhrmann, ihn Xber den Fluss zu setzen. Der FXhrmann setzte ihn auf seinem Bambusfloss Xber den Fluss, rXtlich schimmerte im Morgenschein das breite Wasser.
"Das ist ein schXner Fluss," sagte er zu seinem Begleiter.
"Ja," sagte der FXhrmann, "ein sehr schXner Fluss, ich liebe ihn Xber alles. Oft habe ich ihm zugehXrt, oft in seine Augen gesehen, und immer habe ich von ihm gelernt. Man kann viel von einem Flusse lernen."
"Ich danke dir, mein WohltXter," sprach Siddhartha, da er ans andere Ufer stieg. "Kein Gastgeschenk habe ich dir zu geben, Lieber, und keinen Lohn zu geben. Ein Heimatloser bin ich, ein Brahmanensohn und Samana."
"Ich sah es wohl," sprach der FXhrmann, "und ich habe keinen Lohn vor dir erwartet, und kein Gastgeschenk. Du wirst mir das Geschenk ein anderes Mal geben."
"Glaubst du?" sagte Siddhartha lustig.
"Gewiss. Auch das habe ich vom Flusse gelernt: alles kommt wieder! Auch du, Samana, wirst wieder kommen. Nun lebe wohl! MXge deine Freundschaft mein Lohn sein. MXgest du meiner gedenken, wenn du den GXttern opferst."
LXchelnd schieden sie voneinander. LXchelnd freute sich Siddhartha Xber die Freundschaft und Freundlichkeit des FXhrmanns. "Wie Govinda ist er," dachte er lXchelnd, "alle, die ich auf meinem Wege antreffe, sind wie Govinda. Alle sind dankbar, obwohl sie selbst Anspruch auf Dank hXtten. Alle sind unterwXrfig, alle mXgen gern Freund sein, gern gehorchen, wenig denken. Kinder sind die Menschen."
Um die Mittagszeit kam er durch ein Dorf. Vor den LehmhXtten wXlzten sich Kinder auf der Gasse, spielten mit KXrbiskernen und Muscheln, schrien und balgten sich, flohen aber alle scheu vor dem fremden Samana. Am Ende des Dorfes fXhrte der Weg durch einen Bach, und am Rande des Baches kniete ein junges Weib und wusch Kleider. Als Siddhartha sie grXte, hob sie den Kopf, und blickte mit LXcheln zu ihm auf, dass er das WeiXe in ihrem Auge blitzen sah. Er rief einen Segensspruch hinXber, wie er unter Reisenden Xblich ist, und fragte, wie weit der Weg bis zur groXen Stadt noch sei. Da stand sie auf und trat zu ihm her, schXn schimmerte ihr feuchter Mund im jungen Gesicht. Sie tauschte Scherzreden mit ihm, fragte, ob er schon gegessen habe, und ob es wahr sei, dass die Samanas nachts allein im Walde schliefen und keine Frauen bei sich haben dXrfen. Dabei setzte sie ihren linken FuX auf seinen rechten und machte eine Bewegung, wie die Frau sie macht, wenn sie den Mann zu jener Art des Liebesgenusses auffordert, welchen die LehrbXcher "das Baumbesteigen" nennen. Siddhartha fXhlte sein Blut erwarmen, und da sein Traum ihm in diesem Augenblick wieder einfiel, bXckte er sich ein wenig zu dem Weibe herab und kXsste mit den Lippen die braune Spitze ihrer Brust. Aufschauend sah er ihr Gesicht voll Verlangen lXcheln und die verkleinerten Augen in Sehnsucht flehen.
Auch Siddhartha fXhlte Sehnsucht und den Quell des Geschlechts sich bewegen; da er aber noch nie ein Weib berXhrt hatte, zXgerte er einen Augenblick, wXhrend seine HXnde schon bereit waren, nach ihr zu greifen. Und in diesem Augenblick hXrte er, erschauernd, die Stimme seines Innern, und die Stimme sagte Nein. Da wich vom lXchelnden Gesicht der jungen Frau aller Zauber, er sah nichts mehr als den feuchten Blick eines brXnstigen Tierweibchens. Freundlich streichelte er ihre Wange, wandte sich von ihr und verschwand vor der EnttXuschten leichtfXig in das BambusgehXlze.
An diesem Tage erreichte er vor Abend eine groXe Stadt, und freute sich, denn er begehrte nach Menschen. Lange hatte er in den WXldern gelebt, und die stroherne HXtte des FXhrmanns, in welcher er diese Nacht geschlafen hatte, war seit langer Zeit das erste Dach, das er Xber sich gehabt hatte.
Vor der Stadt, bei einem schXnen umzXunten Haine, begegnete dem Wandernden ein kleiner Tross von Dienern und Dienerinnen, mit KXrben beladen. Inmitten in einer geschmXckten SXnfte, von Vieren getragen, saX auf roten Kissen unter einem bunten Sonnendach eine Frau, die Herrin. Siddhartha blieb beim Eingang des Lusthaines stehen und sah dem Aufzuge zu, sah die Diener, die MXgde, die KXrbe, sah die SXnfte, und sah in der SXnfte die Dame. Unter hochgetXrmten schwarzen Haaren sah er ein sehr helles, sehr zartes, sehr kluges Gesicht, hellroten Mund wie eine frisch aufgebrochene Feige, Augenbrauen gepflegt und gemalt in hohen Bogen, dunkle Augen klug und wachsam, lichten hohen Hals aus grXn und goldenem Oberkleide steigend, ruhende helle HXnde lang und schmal mit breiten Goldreifen Xber den Gelenken.
Siddhartha sah, wie schXn sie war, und sein Herz lachte. Tief verneigte er sich, als die SXnfte nahe kam, und sich wieder aufrichtend blickte er in das helle holde Gesicht, las einen Augenblick in den klugen hochXberwXlbten Augen, atmete einen Hauch von Duft, den er nicht kannte. LXchelnd nickte die schXne Frau, einen Augenblick, und verschwand im Hain, und hinter ihr die Diener.
So betrete ich diese Stadt, dachte Siddhartha, unter einem holden Zeichen. Es zog ihn, sogleich in den Hain zu treten, doch bedachte er sich, und nun erst ward ihm bewusst, wie ihn die Diener und MXgde am Eingang betrachtet hatten, wie verXchtlich, wie misstrauisch, wie abweisend.
Noch bin ich ein Samana, dachte er, noch immer, ein Asket und Bettler. Nicht so werde ich bleiben dXrfen, nicht so in den Hain treten. Und er lachte.
Den nXchsten Menschen, der des Weges kam, fragte er nach dem Hain und nach dem Namen dieser Frau, und erfuhr, dass dies der Hain der Kamala war, der berXhmten Kurtisane, und dass sie auXer dem Haine ein Haus in der Stadt besaX.
Dann betrat er die Stadt. Er hatte nun ein Ziel.
Sein Ziel verfolgend, lieX er sich von der Stadt einschlXrfen, trieb im Strom der Gassen, stand auf PlXtzen still, ruhte auf Steintreppen am Flusse aus. Gegen den Abend befreundete er sich mit einem Barbiergehilfen, den er im Schatten eines GewXlbes hatte arbeiten sehen, den er betend in einem Tempel Vishnus wiederfand, dem er von den Geschichten Vishnu's und der Lakschmi erzXhlte. Bei den Booten am Flusse schlief er die Nacht, und frXh am Morgen, ehe die ersten Kunden in seinen Laden kamen, lieX er sich von dem Barbiergehilfen den Bart rasieren und das Haar beschneiden, das Haar kXmmen und mit feinem le salben. Dann ging er im Flusse baden.
Als am SpXtnachmittag die schXne Kamala in der SXnfte sich ihrem Haine nXherte, stand am Eingang Siddhartha, verbeugte sich und empfing den GruX der Kurtisane. Demjenigen Diener aber, der zuletzt im Zuge ging, winkte er und bat ihn, der Herrin zu melden, dass ein junger Brahmane mit ihr zu sprechen begehre. Nach einer Weile kam der Diener zurXck, forderte den Wartenden auf, ihm zu folgen, fXhrte den ihm Folgenden schweigend in einen Pavillon, wo Kamala auf einem Ruhebette lag, und lieX ihn bei ihr allein.
"Bist du nicht gestern schon da drauXen gestanden und hast mich begrXt?" fragte Kamala.
"Wohl habe ich gestern schon dich gesehen und begrXt."
"Aber trugst du nicht gestern einen Bart, und lange Haare, und Staub in den Haaren?"
"Wohl hast du beobachtet, alles hast du gesehen. Du hast Siddhartha gesehen, den Brahmanensohn, welcher seine Heimat verlassen hat, um ein Samana zu werden, und drei Jahre lang ein Samana gewesen ist. Nun aber habe ich jenen Pfad verlassen, und kam in diese Stadt, und die erste, die mir noch vor dem Betreten der Stadt begegnete, warst du. Dies zu sagen, bin ich zu dir gekommen, o Kamala! Du bist die erste Frau, zu welcher Siddhartha anders als mit niedergeschlagenen Augen redet. Nie mehr will ich meine Augen niederschlagen, wenn eine schXne Frau mir begegnet."
Kamala lXchelte und spielte mit ihrem FXcher aus Pfauenfedern. Und fragte: "Und nur um mir dies zu sagen, ist Siddhartha zu mir gekommen?"
"Um dir dies zu sagen, und um dir zu danken, dass du so schXn bist. Und wenn es dir nicht missfXllt, Kamala, mXchte ich dich bitten, meine Freundin und Lehrerin zu sein, denn ich weiX noch nichts von der Kunst, in welcher du Meisterin bist."
Da lachte Kamala laut.
"Nie ist mir das geschehen, Freund, dass ein Samana aus dem Walde zu mir kam und von mir lernen wollte! Nie ist mir das geschehen, dass ein Samana mit langen Haaren und in einem alten zerrissenen Schamtuche zu mir kam! Viele JXnglinge kommen zu mir, und auch BrahmanensXhne sind darunter, aber sie kommen in schXnen Kleidern, sie kommen in feinen Schuhen, sie haben Wohlgeruch im Haar und Geld in den Beuteln. So, du Samana, sind die JXnglinge beschaffen, welche zu mir kommen."
Sprach Siddhartha: "Schon fange ich an, von dir zu lernen. Auch gestern schon habe ich gelernt. Schon habe ich den Bart abgelegt, habe das Haar gekXmmt, habe Xl im Haare. Weniges ist, das mir noch fehlt, du Vortreffliche: feine Kleider, feine Schuhe, Geld im Beutel. Wisse, Schwereres hat Siddhartha sich vorgenommen, als solche Kleinigkeiten sind, und hat es erreicht. Wie sollte ich nicht erreichen, was ich gestern mir vorgenommen habe: dein Freund zu sein und die Freuden der Liebe von dir zu lernen! Du wirst mich gelehrig sehen, Kamala, Schwereres habe ich gelernt, als was du mich lehren sollst. Und nun also: Siddhartha genXgt dir nicht, so wie er ist, mit Xl im Haar, aber ohne Kleider, ohne Schuhe, ohne Geld?"
Lachend rief Kamala: "Nein, Werter, er genXgt noch nicht. Kleider muss er haben, hXbsche Kleider, und Schuhe, hXbsche Schuhe, und viel Geld im Beutel, und Geschenke fXr Kamala. WeiXt du es nun, Samana aus dem Walde? Hast du es dir gemerkt?"
"Wohl habe ich es mir gemerkt," rief Siddhartha. "Wie sollte ich mir nicht merken, was aus einem solchen Munde kommt! Dein Mund ist wie eine frisch aufgebrochene Feige, Kamala. Auch mein Mund ist rot und frisch, er wird zu deinem passen, du wirst sehen. X Aber sage, schXne Kamala, hast du gar keine Furcht vor dem Samana aus dem Walde, der gekommen ist, um Liebe zu lernen?"
"Warum sollte ich denn Furcht vor einem Samana haben, einem dummen Samana aus dem Walde, der von den Schakalen kommt und noch gar nicht weiX, was Frauen sind?"
"Oh, er ist stark, der Samana, und er fXrchtet nichts. Er kXnnte dich zwingen, schXnes MXdchen. Er kXnnte dich rauben. Er kXnnte dir weh tun."
"Nein, Samana, das fXrchte ich nicht. Hat je ein Samana oder ein Brahmane gefXrchtet, einer kXnnte kommen und ihn packen und ihm seine Gelehrsamkeit, und seine FrXmmigkeit, und seinen Tiefsinn rauben? Nein, denn die gehXren ihm zu eigen und er gibt davon nur, was er geben will und wem er geben will. So ist es, genau ebenso ist es auch mit Kamala, und mit den Freuden der Liebe. SchXn und rot ist Kamalas Mund, aber versuche, ihn gegen Kamalas Willen zu kXssen, und nicht einen Tropfen SXigkeit wirst du von ihm haben, der so viel SXes zu geben versteht! Du bist gelehrig, Siddhartha, so lerne auch dies: Liebe kann man erbetteln, erkaufen, geschenkt bekommen, auf der Gasse finden, aber rauben kann man sie nicht. Da hast du dir einen falschen Weg ausgedacht. Nein, schade wXre es, wenn ein hXbscher JXngling wie du es so falsch angreifen wollte."
Siddhartha verneigte sich lXchelnd. "Schade wXre es, Kamala, wie, sehr hast du Recht! Xberaus schade wXre es. Nein, von deinem Munde soll mir kein Tropfen SXigkeit verloren gehen, noch dir von dem meinen! Es bleibt also dabei: Siddhartha wird wiederkommen, wenn er hat, was ihm noch fehlt: Kleider, Schuhe, Geld. Aber sprich, holde Kamala, kannst du mir nicht noch einen kleinen Rat geben?"
"Einen Rat? Warum nicht? Wer wollte nicht gerne einem armen, unwissenden Samana, der von den Schakalen aus dem Walde kommt, einen Rat geben?"
"Liebe Kamala, so rate mir wohin soll ich gehen, dass ich am raschesten jene drei Dinge finde?"
"Freund, das mXchten viele wissen. Du musst tun, was du gelernt hast, und dir dafXr Geld geben lassen, und Kleider, und Schuhe. Anders kommt ein Armer nicht zu Geld. Was kannst du denn?"
"Ich kann denken. Ich kann warten. Ich kann fasten."
"Nichts sonst?"
"Nichts. Doch, ich kann auch dichten. Willst du mir fXr ein Gedicht einen Kuss geben?"
"Das will ich tun, wenn dein Gedicht mir gefXllt. Wie heiXt es denn?"
Siddhartha sprach, nachdem er sich einen Augenblick besonnen hatte, diese Verse:
In ihren schattigen Hain trat die schXne Kamala,
An Haines Eingang stand der braune Samana.
Tief, da er die LotusblXte erblickte,
Beugte sich jener, lXchelnd dankte Kamala.
Lieblicher, dachte der JXngling, als GXttern zu opfern,
Lieblicher ist es zu opfern der schXnen Kamala.
Laut klatschte Kamala in die HXnde, dass die goldenen Armringe klangen.
"SchXn sind deine Verse, brauner Samana, und wahrlich, ich verliere nichts, wenn ich dir einen Kuss fXr sie gebe."
Sie zog ihn mit den Augen zu sich, er beugte sein Gesicht auf ihres, und legte seinen Mund auf den Mund, der wie eine frisch aufgebrochene Feige war. Lange kXsste ihn Kamala, und mit tiefem Erstaunen fXhlte Siddhartha, wie sie ihn lehrte, wie sie weise war, wie sie ihn beherrschte, ihn zurXckwies, ihn lockte, und wie hinter diesem ersten eine lange, eine wohlgeordnete, wohlerprobte Reihe von KXssen stand, jeder vom andern verschieden, die ihn noch erwarteten. Tief atmend blieb er stehen, und war in diesem Augenblick wie ein Kind erstaunt Xber die FXlle des Wissens und Lernenswerten, die sich vor seinen Augen erschloss.
"Sehr schXn sind deine Verse," rief Kamala, "wenn ich reich wXre, gXbe ich dir GoldstXcke dafXr. Aber schwer wird es dir werden, mit Versen so viel Geld zu erwerben, wie du brauchst. Denn du brauchst viel Geld, wenn du Kamalas Freund sein willst."
"Wie kannst du kXssen, Kamala!" stammelte Siddhartha.
"Ja, das kann ich schon, darum fehlt es mir auch nicht an Kleidern, Schuhen, ArmbXndern und allen schXnen Dingen. Aber was wird aus dir werden? Kannst du nichts als denken, fasten, dichten?"
"Ich kann auch die Opferlieder," sagte Siddhartha, "aber ich will sie nicht mehr singen. Ich kann auch ZaubersprXche, aber ich will sie nicht mehr sprechen. Ich habe die Schriften gelesen X"
"Halt," unterbrach ihn Kamala. "Du kannst lesen? Und schreiben?"
"Gewiss kann ich das. Manche kXnnen das."
"Die meisten kXnnen es nicht. Auch ich kann es nicht. Es ist sehr gut, dass du lesen und schreiben kannst, sehr gut. Auch die ZaubersprXche wirst du noch brauchen kXnnen."
In diesem Augenblick kam eine Dienerin gelaufen und flXsterte der Herrin eine Nachricht ins Ohr.
"Ich bekomme Besuch," rief Kamala. "Eile und verschwinde, Siddhartha, niemand darf dich hier sehen, das merke dir! Morgen sehe ich dich wieder."
Der Magd aber befahl sie, dem frommen Brahmanen ein weiXes Obergewand zu geben. Ohne zu wissen, wie ihm geschah, sah sich Siddhartha von der Magd hinweggezogen, auf Umwegen in ein Gartenhaus gebracht, mit einem Oberkleid beschenkt, ins GebXsch gefXhrt und dringlich ermahnt, sich alsbald ungesehen aus dem Hain zu verlieren.
Zufrieden tat er, wie ihm geheiXen war. Des Waldes gewohnt, brachte er sich lautlos aus dem Hain und Xber die Hecke. Zufrieden kehrte er in die Stadt zurXck, das zusammengerollte Kleid unterm Arme tragend. In einer Herberge, wo Reisende einkehrten, stellte er sich an die TXr, bat schweigend um Essen, nahm schweigend ein StXck Reiskuchen an. Vielleicht schon morgen, dachte er, werde ich niemand mehr um Essen bitten.
Stolz flammte plXtzlich in ihm auf. Er war kein Samana mehr, nicht mehr stand es ihm an, zu betteln. Er gab den Reiskuchen einem Hunde und blieb ohne Speise.
"Einfach ist das Leben, das man in der Welt hier fXhrt," dachte Siddhartha. "Es hat keine Schwierigkeiten. Schwer war alles, mXhsam und am Ende hoffnungslos, als ich noch Samana war. Nun ist alles leicht, leicht wie der Unterricht im KXssen, den mir Kamala gibt. Ich brauche Kleider und Geld, sonst nichts, das sind kleine nahe Ziele, sie stXren einem nicht den Schlaf."
LXngst hatte er das Stadthaus Kamalas erkundet, dort fand er sich am andern Tage ein.
"Es geht gut," rief sie ihm entgegen. "Du wirst bei Kamaswami erwartet, er ist der reichste Kaufmann dieser Stadt. Wenn du ihm gefXllst, wird er dich in Dienst nehmen. Sei klug, brauner Samana. Ich habe ihm durch andre von dir erzXhlen lassen. Sei freundlich gegen ihn, er ist sehr mXchtig. Aber sei nicht zu bescheiden! Ich will nicht, dass du sein Diener wirst, du sollst seinesgleichen werden, sonst bin ich nicht mit dir zufrieden. Kamaswami fXngt an, alt und bequem zu werden. GefXllst du ihm, so wird er dir viel anvertrauen."
Siddhartha dankte ihr und lachte, und da sie erfuhr, er habe gestern und heute nichts gegessen, lieX sie Brot und FrXchte bringen und bewirtete ihn.
"Du hast GlXck gehabt," sagte sie beim Abschied, "eine TXr um die andre tut sich dir auf. Wie kommt das wohl? Hast du einen Zauber?"
Siddhartha sagte: "Gestern erzXhlte ich dir, ich verstXnde zu denken, zu warten und zu fasten, du aber fandest, das sei zu nichts nXtze. Es ist aber zu vielem nXtze, Kamala, du wirst es sehen. Du wirst sehen, dass die dummen Samanas im Walde viel HXbsches lernen und kXnnen, das ihr nicht kXnnt. Vorgestern war ich noch ein struppiger Bettler, gestern habe ich schon Kamala gekXsst, und bald werde ich ein Kaufmann sein und Geld haben und all diese Dinge, auf die du Wert legst."
"Nun ja," gab sie zu. "Aber wie stXnde es mit dir ohne mich? Was wXrest du, wenn Kamala dir nicht hXlfe?"
"Liebe Kamala," sagte Siddhartha und richtete sich hoch auf, "als ich zu dir in deinen Hain kam, tat ich den ersten Schritt. Es war mein Vorsatz, bei dieser schXnsten Frau die Liebe zu lernen. Von jenem Augenblick an, da ich den Vorsatz fasste, wusste ich auch, dass ich ihn ausfXhren werde. Ich wusste, dass du mir helfen wXrdest, bei deinem ersten Blick am Eingang des Haines wusste ich es schon."
"Wenn ich aber nicht gewollt hXtte?"
"Du hast gewollt. Sieh, Kamala: Wenn du einen Stein ins Wasser wirfst, so eilt er auf dem schnellsten Wege zum Grunde des Wassers. So ist es, wenn Siddhartha ein Ziel, einen Vorsatz hat. Siddhartha tut nichts, er wartet, er denkt, er fastet, aber er geht durch die Dinge der Welt hindurch wie der Stein durchs Wasser, ohne etwas zu tun, ohne sich zu rXhren; er wird gezogen, er lXsst sich fallen. Sein Ziel zieht ihn an sich, denn er lXsst nichts in seine Seele ein, was dem Ziel widerstreben kXnnte. Das ist es, was Siddhartha bei den Samanas gelernt hat. Es ist das, was die Toren Zauber nennen und wovon sie meinen, es werde durch die DXmonen bewirkt. Nichts wird von DXmonen bewirkt, es gibt keine DXmonen. Jeder kann zaubern, jeder kann seine Ziele erreichen, wenn er denken kann, wenn er warten kann, wenn er fasten kann."
Kamala hXrte ihm zu. Sie liebte seine Stimme, sie liebte den Blick seiner Augen.
"Vielleicht ist es so," sagte sie leise, "wie du sprichst, Freund. Vielleicht ist es aber auch so, dass Siddhartha ein hXbscher Mann ist, dass sein Blick den Frauen gefXllt, dass darum das GlXck ihm entgegenkommt."
Mit einem Kuss nahm Siddhartha Abschied. "MXge es so sein, meine Lehrerin. MXge immer mein Blick dir gefallen, mXge immer von dir mir GlXck entgegenkommen!"
BEI DEN KINDERMENSCHEN
Siddhartha ging zum Kaufmann Kamaswami, in ein reiches Haus ward er gewiesen, Diener fXhrten ihn zwischen kostbaren Teppichen in ein Gemach, wo er den Hausherrn erwartete.
Kamaswami trat ein, ein rascher, geschmeidiger Mann mit stark ergrauendem Haar, mit sehr klugen, vorsichtigen Augen, mit einem begehrlichen Mund. Freundlich begrXten sich Herr und Gast.
"Man hat mir gesagt," begann der Kaufmann, "dass du ein Brahmane bist, ein Gelehrter, dass du aber Dienste bei einem Kaufmann suchst. Bist du denn in Not geraten, Brahmane, dass du Dienste suchst?"
"Nein," sagte Siddhartha, "ich bin nicht in Not geraten und bin nie in Not gewesen. Wisse, dass ich von den Samanas komme, bei welchen ich lange Zeit gelebt habe."
"Wenn du von den Samanas kommst, wie solltest du da nicht in Not sein? Sind nicht die Samanas vXllig besitzlos?"
"Besitzlos bin ich," sagte Siddhartha, "wenn es das ist, was du meinst. Gewiss bin ich besitzlos. Doch bin ich es freiwillig, bin also nicht in Not."
"Wovon aber willst du leben, wenn du besitzlos bist?"
"Ich habe daran noch nie gedacht, Herr. Ich bin mehr als drei Jahre besitzlos gewesen, und habe niemals daran gedacht, wovon ich leben solle."
"So hast du vom Besitz anderer gelebt."
"Vermutlich ist es so. Auch der Kaufmann lebt ja von der Habe anderer."
"Wohl gesprochen. Doch nimmt er von den andern du nicht umsonst; er gibt ihnen seine Waren dafXr."
"So scheint es sich in der Tat zu verhalten. Jeder nimmt, jeder gibt, so ist das Leben."
"Aber erlaube: wenn du besitzlos bist, was willst du da geben?"
"Jeder gibt, was er hat. Der Krieger gibt Kraft, der Kaufmann gibt Ware, der Lehrer Lehre, der Bauer Reis, der Fischer Fische."
"Sehr wohl. Und was ist es nun, was du zu geben hast? Was ist es, das du gelernt hast, das du kannst?"
"Ich kann denken. Ich kann warten. Ich kann fasten."
"Das ist alles?"
"Ich glaube, es ist alles!"
"Und wozu nXtzt es? Zum Beispiel das Fasten X wozu ist es gut?"
"Es ist sehr gut, Herr. Wenn ein Mensch nichts zu essen hat, so ist Fasten das AllerklXgste, was er tun kann. Wenn, zum Beispiel, Siddhartha nicht fasten gelernt hXtte, so mXsste er heute noch irgendeinen Dienst annehmen, sei es bei dir oder wo immer, denn der Hunger wXrde ihn dazu zwingen. So aber kann Siddhartha ruhig warten, er kennt keine Ungeduld, er kennt keine Notlage, lange kann er sich vom Hunger belagern lassen und kann dazu lachen. Dazu, Herr, ist Fasten gut."
"Du hast Recht, Samana. Warte einen Augenblick."
Kamaswami ging hinaus und kehrte mit einer Rolle wieder, die er seinem Gaste hinreichte, indem er fragte: "Kannst du dies lesen?"
Siddhartha betrachtete die Rolle, in welcher ein Kaufvertrag niedergeschrieben war, und begann ihren Inhalt vorzulesen.
"Vortrefflich", sagte Kamaswami. "Und willst du mir etwas auf dieses Blatt schreiben?"
Er gab ihm ein Blatt und einen Griffel, und Siddhartha schrieb und gab das Blatt zurXck.
Kamaswami las: "Schreiben ist gut, Denken ist besser. Klugheit ist gut, Geduld ist besser."
"VorzXglich verstehst du zu schreiben," lobte der Kaufmann. "Manches werden wir noch miteinander zu sprechen haben. FXr heute bitte ich dich, sei mein Gast und nimm in diesem Hause Wohnung."
Siddhartha dankte und nahm an, und wohnte nun im Hause des HXndlers. Kleider wurden ihm gebracht, und Schuhe, und ein Diener bereitete ihm tXglich das Bad. Zweimal am Tage wurde eine reichliche Mahlzeit aufgetragen, Siddhartha aber aX nur einmal am Tage, und aX weder Fleisch noch trank er Wein. Kamaswami erzXhlte ihm von seinem Handel, zeigte ihm Waren und Magazine, zeigte ihm Berechnungen. Vieles Neue lernte Siddhartha kennen, er hXrte viel und sprach wenig. Und der Worte Kamalas eingedenk, ordnete er sich niemals dem Kaufmanne unter, zwang ihn, dass er ihn als seinesgleichen, ja als mehr denn seinesgleichen behandle. Kamaswami betrieb seine GeschXfte mit Sorglichkeit und oft mit Leidenschaft, Siddhartha aber betrachtete dies alles wie ein Spiel, dessen Regeln genau zu lernen er bemXht war, dessen Inhalt aber sein Herz nicht berXhrte.
Nicht lange war er in Kamaswamis Hause, da nahm er schon an seines Hausherrn Handel teil. TXglich aber zu der Stunde, die sie ihm nannte, besuchte er die schXne Kamala, in hXbschen Kleidern, in feinen Schuhen, und bald brachte er ihr auch Geschenke mit. Vieles lehrte ihn ihr roter, kluger Mund. Vieles lehrte ihn ihre zarte, geschmeidige Hand. Ihm, der in der Liebe noch ein Knabe war und dazu neigte, sich blindlings und unersXttlich in die Lust zu stXrzen wie ins Bodenlose, lehrte sie von Grund auf die Lehre, dass man Lust nicht nehmen kann, ohne Lust zu geben, und dass jede GebXrde, jedes Streicheln, jede BerXhrung, jeder Anblick, jede kleinste Stelle des KXrpers ihr Geheimnis hat, das zu wecken dem Wissenden GlXck bereitet. Sie lehrte ihn, dass Liebende nach einer Liebesfeier nicht voneinander gehen dXrfen, ohne eins das andere zu bewundern, ohne ebenso besiegt zu sein, wie gesiegt zu haben, so dass bei keinem von beiden XbersXttigung und Xde entstehe und das bXse GefXhl, missbraucht zu haben oder missbraucht worden zu sein. Wunderbare Stunden brachte er bei der schXnen und klugen KXnstlerin zu, wurde ihr SchXler, ihr Liebhaber, ihr Freund. Hier bei Kamala lag der Wert und Sinn seines jetzigen Lebens, nicht im Handel des Kamaswami.
Der Kaufmann Xbertrug ihm das Schreiben wichtiger Briefe und VertrXge, und gewXhnte sich daran, alle wichtigen Angelegenheiten mit ihm zu beraten. Er sah bald, dass Siddhartha von Reis und Wolle, von Schiffahrt und Handel wenig verstand, dass aber seine Hand eine glXckliche war, und dass Siddhartha ihn, den Kaufmann, Xbertraf an Ruhe und Gleichmut, und in der Kunst des ZuhXrenkXnnens und Eindringens in fremde Menschen. "Dieser Brahmane," sagte er zu einem Freunde, "ist kein richtiger Kaufmann und wird nie einer werden, nie ist seine Seele mit Leidenschaft bei den GeschXften. Aber er hat das Geheimnis jener Menschen, zu welchen der Erfolg von selber kommt, sei das nun ein angeborener guter Stern, sei es Zauber, sei es etwas, das er bei den Samanas gelernt hat. Immer scheint er mit den GeschXften nur zu spielen, nie gehen sie ganz in ihn ein, nie beherrschen sie ihn, nie fXrchtet er Misserfolg, nie bekXmmert ihn ein Verlust."
Der Freund riet dem HXndler: "Gib ihm von den GeschXften, die er fXr dich treibt, einen Drittel vom Gewinn, lass ihn aber auch denselben Anteil des Verlustes treffen, wenn Verlust entsteht. So wird er eifriger werden."
Kamaswami folgte dem Rat. Siddhartha aber kXmmerte sich wenig darum. Traf ihn Gewinn, so nahm er ihn gleichmXtig hin; traf ihn Verlust, so lachte er und sagte: "Ei sieh, dies ist also schlecht gegangen!"
Es schien in der Tat, als seien die GeschXfte ihm gleichgXltig. Einmal reiste er in ein Dorf, um dort eine groXe Reisernte aufzukaufen.
Als er ankam, war aber der Reis schon an einen andern HXndler verkauft. Dennoch blieb Siddhartha manche Tage in jenem Dorf, bewirtete die Bauern, schenkte ihren Kindern KupfermXnzen, feierte eine Hochzeit mit und kam Xberaus zufrieden von der Reise zurXck. Kamaswami machte ihm VorwXrfe, dass er nicht sogleich umgekehrt sei, dass er Zeit und Geld vergeudet habe. Siddhartha antwortete: "Lass das Schelten, lieber Freund! Noch nie ist mit Schelten etwas erreicht worden. Ist Verlust entstanden, so lass mich den Verlust tragen. Ich bin sehr zufrieden mit dieser Reise. Ich habe vielerlei Menschen kennen gelernt, ein Brahmane ist mein Freund geworden, Kinder sind auf meinen Knien geritten, Bauern haben mir ihre Felder gezeigt, niemand hat mich fXr einen HXndler gehalten."
"Sehr hXbsch ist dies alles," rief Kamaswami unwillig, "aber tatsXchlich bist du doch ein HXndler, sollte ich meinen! Oder bist du denn nur zu deinem VergnXgen gereist?"
"Gewiss," lachte Siddhartha, "Gewiss bin ich zu meinem VergnXgen gereist. Wozu denn sonst? Ich habe Menschen und Gegenden kennen gelernt, ich habe Freundlichkeit und Vertrauen genossen, ich habe Freundschaft gefunden. Sieh, Lieber, wenn ich Kamaswami gewesen wXre, so wXre ich sofort, als ich meinen Kauf vereitelt sah, voll Xrger und in Eile wieder zurXckgereist, und Zeit und Geld wXre in der Tat verloren gewesen. So aber habe ich gute Tage gehabt, habe gelernt, habe Freude genossen, habe weder mich noch andre durch Xrger und durch Eilfertigkeit geschXdigt. Und wenn ich jemals wieder dorthin komme, vielleicht um eine spXtere Ernte zu kaufen, oder zu welchem Zwecke es sei, so werden freundliche Menschen mich freundlich und heiter empfangen, und ich werde mich dafXr loben, dass ich damals nicht Eile und Unmut gezeigt habe. Also lass gut sein, Freund, und schade dir nicht durch Schelten! Wenn der Tag kommt, an dem du sehen wirst: Schaden bringt mir dieser Siddhartha, dann sprich ein Wort, und Siddhartha wird seiner Wege gehen. Bis dahin aber lass uns einer mit dem andern zufrieden sein."



























